Mit gutem Beispiel voran
Müllsammlerin aus Mittelsdorf befreit Natur von Unrat

Vor allem alte Einwegmasken und Verpackungen von Fast-Food-Ketten landen bei Rosemarie Huckauf im Müllsack
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Politik
Dr. Bernd Althusmann

Forderung von Minister Dr. Bernd Althusmann
A1-Anschlussstelle Rade umbauen

bim/nw. Rade. Bauliche Veränderungen an der A1-Anschlussstelle Rade fordert Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (55, CDU). „Die Verknüpfung der B3 mit der A1 an der Autobahnanschlussstelle Rade ist seit Längerem nicht mehr ausreichend leistungsfähig. In Spitzenstunden führt dies für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Hamburg zu längeren Rückstaus, die sich teilweise bis auf den Verzögerungsstreifen der A1 ausweiten. Im Sinne einer funktionsfähigen Infrastruktur sowie der...

Panorama
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Corona-Zahlen am 20. Januar
Inzidenzwert im Landkreis Harburg steigt erstmals über 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg hat am heutigen Donnerstag, 20. Januar, das erste Mal den Wert von 1.000 überschritten und liegt nun bei 1.009,7 (976,9 am Vortag). 520 neue Corona-Fälle haben die Behörden heute übermittelt. 2.585 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+84 im Vergleich zum Vortag). Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,6 auf 5,9 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung ist dagegen von 5,4 auf 4,9 Prozent gesunken. Seit dem Ausbruch der...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Service

Inzidenz steigt auf 530
Infos über die Corona-Lage an den Schulen und Kitas im Kreis Stade: Fehlanzeige!

jd. Stade. Die Corona-Lage im Landkreis Stade verschärft sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag, 20. Januar, auf 530,3 gestiegen. In ähnlicher Höhe bewegen sich auch die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser. Ausreißer ist nach wie vor der Landkreis Harburg mit einer fast doppelt so hohen Inzidenz. Das dynamische Infektionsgeschehen hat zur Folge, dass das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung zunehmend überfordert sind. Im Landkreis...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
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Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

jab. Mittelsdorf. Umweltschutz fängt schon im Kleinen an. Dass jeder hier mit gutem Beispiel vorangehen kann, zeigt Rosemarie Huckauf (67) aus Mittelsdorf. Bei ihren Spaziergängen sammelt sie jedes Mal Unmengen an Müll ein und leistet so einen großen Beitrag für Mensch und Natur. Was ihr in letzter Zeit auffällt: Immer mehr Einwegmasken und Müll von Fast-Food-Ketten landen in der Natur.

"Das mit den Masken ist wirklich extrem geworden", sagt Huckauf. Sie versteht nicht, wie man diese so einfach verlieren kann. Auch die vielen Becher und Verpackungen von Cola, Burger und Co. häufen sich. Die Umweltaktivistin fragt sich, ob da nicht ein Pfandsystem oder Ähnliches helfen könnte. "Oder die Leute bringen ihren Müll einfach bis zum nächsten Mülleimer."

Rosemarie Huckauf kann es nicht verstehen: Masken werden immer häufiger in die Natur geworfen
  • Rosemarie Huckauf kann es nicht verstehen: Masken werden immer häufiger in die Natur geworfen
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Nach 50 Metern war die Tüte voll

Schon seit Jahren sammelt Huckauf den Müll bei Spaziergängen auf. Ist sie mit dem Auto unterwegs, hält sie auch schon mal an, um die Landschaft von Unrat zu befreien. Dafür hat sie extra einen Korb im Kofferraum. Wenn sie zu Fuß unterwegs ist, hat sie immer eine Mülltüte dabei. Schnell war eine Tüte aber nicht mehr genug. "Ich kam keine 50 Meter weit, da war die schon voll", sagt sie. Und das anschließende Sortieren ist zeit-intensiv. Daher ist sie inzwischen auf Sackkarre und mehrere Müllsäcke umgestiegen, mit denen sie loszieht.

Mit Handschuhen und Stock bewaffnet, sammelt sie alles auf, was sie erreichen kann - auch jeden Zigarettenstummel. Papier, kaputte Radkappen, Glasflaschen sowie Taschentücher landen in den Säcken. Das Skurrilste, das sie bisher gefunden hat, waren Bananenkartons, in denen sich unbenutzte Inkontinenzartikel befanden. "Ich verstehe nicht, wieso das in der Gegend landen muss. Wir haben doch ausreichend Möglichkeiten, alles fachgerecht zu entsorgen", sagt sie.

Rosemarie Huckauf geht mit Säcken und Sackkarre auf Müllsammel-Tour
  • Rosemarie Huckauf geht mit Säcken und Sackkarre auf Müllsammel-Tour
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Aufklärung besser als Meckern

Huckauf macht sich große Sorgen um die Pflanzen- und Tierwelt. Vor allem die Tiere halten Müll schnell für Nahrung oder verletzen sich schwer an Scherben oder scharfen Kanten. Sie freut sich, dass wenigstens einmal im Jahr von Gemeinden und Feuerwehr organisierte Reinigungsaktionen stattfinden. Nicht so erfreulich sei hingegen, dass es vielerorts schon nach wenigen Tagen beinahe so aussehe wie vorher.

Daher spricht Huckauf oft ihre Mitmenschen direkt an, wenn sie Umweltsünden beobachtet. Allerdings achtet sie darauf, mit Feingefühl vorzugehen und nicht mit erhobenem Zeigefinger und Gemecker. Das kommt trotzdem nicht bei jedem gut an und es gibt auch schon mal böse Blicke, Gesten oder Worte. Huckauf betont, dass es sich dabei auf gar keinen Fall nur um Jugendliche handelt. Das seien auch oft Erwachsene, sagt sie.

Kaum zu glauben, wie viel Unrat schon nach kurzer Zeit und auf kurzer Strecke zusammenkommt
  • Kaum zu glauben, wie viel Unrat schon nach kurzer Zeit und auf kurzer Strecke zusammenkommt
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"Wenn ich auch nur einen kleinen Teil der Menschen erreiche und die dann nichts mehr achtlos wegwerfen, ist schon viel gewonnen", erklärt Huckauf. Vielleicht trauen sich dann irgendwann die Müllsünder nicht mehr, ihren Abfall einfach in die Natur zu schmeißen.

Landkreis Stade startet neue Aktion gegen Müllsünder
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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