Strom für 20.000 Haushalte
Neuer Windpark Oldendorf-Kuhla imSommer 2022 am Netz

Die vier alten Windräder (rote Punkte) werden durch vier neue (blaue Punkte) ersetzt. Anwohner innerhalb des Kreises haben bei finanzieller Beteiligung Vorzeichnungsrech
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sb. Oldendorf-Himmelpforten. Der geplante Windpark Oldendorf-Kuhla nimmt Fahrt auf. Nachdem die Bebauungspläne im April dieses Jahres rechtskräftig wurden und anschließend ein Bieterwettbewerb erfolgte, hat die Projektgesellschaft Windpark Oldendorf-Kuhla GmbH & Co. KG Ende September vier Windkraftanlagen gekauft. Mit einer Nabenhöhe von 149 Metern sind sie nicht nur knapp 70 Meter höher als ihre Vorgängermodelle, sie liefern mit 4.200 kW Leistung auch wesentlich mehr Energie - durchschnittlich für 20.000 Vier-Personen-Haushalte. Davon soll nicht nur die Umwelt, sondern auch das Umfeld profitieren: Anwohner erhalten die Möglichkeit, in den Park zu investieren.

"Die alten Windanlagen werden voraussichtlich zum Jahresende vom Netz gehen", sagt Ekkehard Darge, technischer Projektmanager der Firma wpd, die die neuen Anlagen bauen wird. Dann hat die Firma Windkraft Nord als Betreiber der alten Anlagen bis Sommer 2021 Zeit, diese abzubauen.

Baubeginn im August 2021
Der Bau der vier neuen Anlagen soll im kommenden August beginnen. Dabei werden zunächst Zuwege, Kranstellflächen und Fundamente angelegt. Anschließend wird von mehreren kleinen Kränen ein XXL-Kran errichtet, der dann wiederum die großen Windenergieanlagen aufstellt. "Nach jeder Fertigstellung eines Windrads wird der Riesenkran wieder in mehrere Einzelteile zerlegt, zum nächsten geplanten Windrad transportiert und dort für den nächsten Einsatz wieder zusammengesetzt", erklärt wpd-Bauingenieur Konstantinos Konstantinidis. "Das machen wir in Oldendorf-Kuhla also insgesamt viermal." Abschließend werden nicht mehr benötigte Zufahrten und Kranstellflächen zurückgebaut, um so wenig Fläche wie möglich dauerhaft zu versiegeln. Wenn alles wie geplant läuft, gehen die neuen Anlagen im Sommer 2022 ans Netz.

Die Fläche des neuen Windparks gehört einer Eigentümergemeinschaft, die aus 26 Familien besteht. Die Gruppe hatte sich schon früh Gedanken gemacht, wie Anwohner und Gemeinden in das Projekt einbezogen werden können. Deshalb wird es für den Windpark eine Bürgerbeteiligung in Form einer festverzinslichen Geldanlage geben. Investitionen zwischen 500 und maximal 25.000 Euro sind möglich. Bei einer Laufzeit von acht Jahren soll es einen Zinssatz von fünf Prozent geben. Für Anwohner mit einem Hauptwohnsitz in einem Radius von 1.400 Metern um die Windenergieanlagen (s. Grafik) gibt es ein Vorzeichnungsrecht.

Bürgerbeteiligung und Stiftung
Zudem werden die Landeigentümer eine Stiftung oder einen Verein gründen. Diese Institution soll jährlich mit 40.000 Euro ausgestattet werden. Geplant sind jährliche Ausschüttungen an gemeinnützige Zwecke.

Die vier alten Windräder (rote Punkte) werden durch vier neue (blaue Punkte) ersetzt. Anwohner innerhalb des Kreises haben bei finanzieller Beteiligung Vorzeichnungsrech
Grüner Strom dank Windenergie
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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