Kulturpreis "Der Goldene Hecht" für Horst Wartner
Vom Graf zum Gästeführer

Horst Wartner erhielt den Kulturpreis "Der Goldene Hecht" in der Kategorie Tourismus für sein großes Engagement im Osteland Fotos: archiv/jd
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lt. Kranenburg. Horst Wartner (78) bezeichnet sich selbst als jemanden, der im Leben schon viel Glück gehabt hat - angefangen damit, dass seine Mutter ihn und seinen Bruder 1945 von Danzig heil in seine neue Heimat Kranenburg brachte. Dass der ehemalige Bürgermeister, Deichgraf und Geschäftsführer der AOK Stade nun von der AG Osteland mit dem Kulturpreis "Der Goldene Hecht" ausgezeichnet wurde, hat aber nichts mit Glück zu tun, sondern liegt an Wartners herausragendem Engagement für den Hochwasserschutz, die Natur und den Tourismus im Osteland.
"Ich bin ja schon ein bisschen stolz auf mich", sagt Horst Wartner, der sich selbst als kontaktfreudig und positiv bezeichnet und immer ein offenes Ohr für jeden hat. Eigentlich sei er doch nur ein kleiner Krankenkassenschreiber gewesen, der "das alles gar nicht wollte".
Mit "das alles" meint der rüstige Witwer seinen jahrzehntelangen Einsatz in diversen ehrenamtlichen Ämtern. Als Deichgraf im Deichverband Kehdingen-Oste hat er sich fast ein Vierteljahrhundert um den Hochwasserschutz in der Region verdient gemacht. In seine Amtszeit fällt u.a. der Bau von 20 Kilometern Deich zwischen Bremervörde und Blumenthal. Durch den Deichbau hätten "Mensch und Natur gewonnen", sagt Wartner und verweist auf die auf rund 250 Hektar neu entstandenen Rastplätze für geschützte Vögel in früheren Sandentnahmestellen (Pütten).
Im Rahmen der Deichbaumaßnahme sind außerdem die Deichverteidigungswege neu gebaut worden, die gern von Einheimischen und Touristen für Radtouren genutzt werden. Horst Wartner führt auch nicht selten Gruppen über "seine" Deiche und weiß dabei auf fast jede Frage eine Antwort.
"Bei schönem Wetter ist es einfach traumhaft hier", schwärmt Wartner von seinem Heimatort, der seiner Meinung nach die Metropole des Landkreises ist. In Kranenburg war Host Wartner mehr als 30 Jahre lang Bürgermeister. Während seiner Amtszeit sind u.a. zwei Bootsanleger an der Oste gebaut worden.
Zudem prägte Horst Wartner die Politik in der Samtgemeinde Oldendorf maßgeblich. Er war zehn Jahre lang Samtgemeinde-Bürgermeister und ist einer der Väter der Fusion mit der Samtgemeinde Himmelpforten. Für sein kommunalpolitisches Engagement wurde der Vorbild-Ehrenamtliche nicht nur vom Städte- und Gemeindebund geehrt, sondern erhielt auch das Bundesverdienstkreuz (das WOCHENBLATT berichtete).
Auch nachdem sich Horst Wartner von allen Ämtern offiziell zurückgezogen hat, ist der Vater eines Sohnes und Großvater eines erwachsenen Enkelsohnes eigentlich immer auf Achse und pflegt seine zahlreichen Kontakte, z.B. bei den Rotariern oder in der Stader Brüderschaft. Nur mit Glück erwischt man Horst Wartner mal am Telefon. Er ruft aber bestimmt zurück.

Horst Wartner erhielt den Kulturpreis "Der Goldene Hecht" in der Kategorie Tourismus für sein großes Engagement im Osteland Fotos: archiv/jd
Während Horst Wartners Zeit als Deichgraf wurden 250 Hektar
 Fläche ausgedeicht. Die sogenannten Pütten leisten einen 
wichtigen Beitrag zum Artenschutz

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