Eine etwas andere Art zu leben
Zuerst war Selbstversorgung kein Thema

Christiane Niesner-Tamm füttert die Hühner zusammen mit der 2-jährigen Tochter Mara Fotos: wei
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wei. Burweg. Wer glaubt, dass Selbstversorger sich komplett von der Außenwelt abkoppeln, hat nicht immer recht. Denn der Begriff Selbstversorger meint etwas anderes. Das erklärt Christiane Niesner-Tamm (38), Eigentümerin des Weidenhofes in Blumenthal in der Nähe von Stade. Ihre Familie ist seit drei Jahren eine moderne Selbstversorgerfamilie. Sie produzieren einen großen Teil ihrer Nahrung selbst und greifen nur selten auf Dinge aus Geschäften zurück. Zusammen mit ihrem Mann Matthias Tamm (43) bewirtschaftet die 38-jährige Mutter von drei Töchtern eine Fläche von rund 4.500 Quadratmetern mit zusätzlichen Weiden für die größeren Tiere.

Tierisch was los

Schafe, Ziegen, Pferde, Enten, Hühner und Wachteln, aber auch die typischen Haustiere wie Hund, Katze, Kaninchen und Meerschweinchen tummeln sich auf dem Grundstück. Von den Schafen bekommt die Familie zum Beispiel Milch und Wolle und sie dienen dem Abweiden der Wiesen. Die Hühner und Wachteln liefern das Frühstücksei. Die Hähne schlachten sie weitgehend selbst. Nur für den Verkauf des Fleisches lassen sie die Tiere von einem Profi erlegen. Auf der Anbaufläche werden viele Gemüsesorten wie Kartoffeln, Tomaten und Kohl angebaut. Aber auch Obstbäume und Beeren haben ihren Platz. Für die "geilen Sachen" geht die Familie auch mal einkaufen. Zum Beispiel Schokolade. Selbstgemacht schmecke diese überhaupt nicht, berichtet die 38-Jährige. Aber auch Cornflakes oder mal eine Nussnougatcreme für die Kinder werden im Supermarkt eingekauft.

Christiane Niesner-Tamm kommt gebürtig aus Buchholz und entschied sich, zu ihrem Mann, der zu dem Zeitpunkt noch ihr Lebensgefährte war, in den Landkreis Stade zu ziehen. Als die Familie vor sieben Jahren auf den Hof gezogen ist, wohnten sie noch zur Miete. Aber als sich Niesner-Tamm vor gut zwei Jahren selbstständig machte, kaufte das Paar den Hof. Nun verkauft sie neben den Produkten vom Hof auch handgemachte Seifen. Ihr Mann geht aber immer noch seiner Arbeit als Architekt nach. Eigentlich könne der 43-Jährige auch deutlich weniger arbeiten. "Aber er mag seinen Job", so die 38-Jährige.

Selbstversorger zu werden war gar nicht geplant

"Als wir hierhergezogen sind, gab es auf dem Hof noch gar nichts", erzählt Niesner-Tamm. Nach und nach hat das Paar alles aufgebaut. Sie hatte die Ideen und ihr Mann hat sie umgesetzt. "Da ergänzen wir uns gut", sagt sie. Nach der ersten erfolgreichen Tomatenernte hat Niesner-Tamm immer mehr ausprobiert, bis zu den Tomaten noch viele andere Gemüsesorten dazukamen. Dabei war das zunächst gar nicht geplant. "Ich habe mir alles selbst beigebracht. Ich musste viel ausprobieren, nachfragen und auch Fehler machen", so die Selbstversorgerin. Eigentlich ist die dreifache Mutter Krankenschwester. Anfangs hat sie auch noch in ihrem Beruf gearbeitet, bis sie sich für den neuen Lebensstil entschieden hat.

Unterstützung bekommt die Familie regelmäßig von den sogenannten "Wwoof'is" (Willing working on organic farms). Das heißt, Menschen die sich bewusst dazu entscheiden, auf einem solchen Hof zu arbeiten. Ähnlich wie Work and Travel. Nur dass es hierbei statt Geld einen Schlafplatz und Versorgung gibt.
"Jeder kann hier sein Ding machen, aber wir sind trotzdem eine starke Gemeinschaft", betont Christiane Niesner-Tamm.

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