520 Unterschriften gegen Abholzung

Die alten Bäume im "Steinmetz-Wäldchen" sollen einem Einkaufskomplex weichen. Hunderte Bürger sind dagegen
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Widerstand gegen Einzelhandels-Großprojekt in Himmelpforten / Bürgermeister Bernd Reimers: "Nehme die Einwände der Gemeindemitglieder ernst"

tp. Himmelpforten. Umweltschützer haben kürzlich eine Liste mit 520 Unterschriften gegen die geplante Abholzung des kleinen innerörtlichen Wäldchens "Steinmetz-Park" in Himmelpforten an Bürgermeister Bernd Reimers übergeben. Wie mehrfach berichtet, sollen die grünen Riesen in der Ortsmitte zugunsten eines neuen Einkaufszentrums mit einem Aldi-, einem Combi-, einem Rossmann-Markt und einem großen Kundenparkplatz gekappt werden.

Bernd Reimers hatte die Bürger zu einer frühen Beteiligung an dem Projekt aufgerufen, worauf Grüne und Mitglieder von Umweltverbänden vor einigen Wochen Unterschriftenlisten in Geschäften und Arztpraxen auslegten. Die Protestaktion richtet sich nicht generell gegen den Ausbau der Einzelhandelslandschaft im Ort, sondern gegen die ökologischen Folgen. Von den zwischenzeitlich 520 gesammelten Unterschriften stammen 181 von Bürgern aus Himmelpforten, 194 aus dem der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, 93 aus dem Landkreis Stade und 52 aus anderen Orten.

Bürgermeister Reimers sagt: "Ich nehme die Einwendungen ernst, insbesondere der Gegner, die direkt im Gemeindegebiet wohnen." Bei den Unterschriften der Bürger von außerhalb fehlt seiner Meinung nach Größtenteils die Betroffenheit, daher müsse man ihre Beteiligung an der Protestaktion anders bewerten.

Reimers bietet derzeit allen Ratsmitgliedern die Möglichkeit, die Unterschriftenliste zu ihrer persönlichen Meinungsbildung einzusehen. Noch hat der Rat volles Mitsprachrecht und kann das Mega-Einkausfzentrum jederzeit stoppen, denn die kürzlich von der ostfriesischen Investorengruppe Bünting öffentlich vorgestellten Planungen stehen noch ganz am Anfang. Derzeit prüfen die Verantwortlichen aus der Lokalpolitik die Entwürfe, die u.a. mit dem kommunalen Einzelhandelsgutachten in Einklang stehen müssen. "Da wir Lokalpolitiker auf diesem Gebiet Laien sind, haben wir Experten konsultiert", so Bernd Reimers. Die Gemeinde hat Verkehrs- und Stadtplaner eingeschaltet.

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