Sportverein von der Geest hat seinen Mitgliedern auch unter Corona-Bedingungen viel bieten können
MTV Himmelpforten: Das Beste aus dem Jahr gemacht

Bei den Handballdamen stand viel Kraft- und Ausdauertraining mit Abstand auf dem Plan
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Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

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sb. Himmelpforten. Auf ein Trainingsjahr unter schweren Bedingungen blickt der MTV Himmelpforten zurück. Der Verein von der Stader Geest hat jedoch das Beste aus der Situation gemacht und seinen Mitgliedern auch unter Pandemie-Bedingungen viel geboten. "Als Corona im Frühjahr über uns hereinbrach, haben wir sofort den kompletten Trainingsbetrieb eingestellt", sagt Vereinsvorsitzender Jörg Westphal. "Bereits bevor Gemeinde und Samtgemeinde die Hallen sperrten, haben wir den Waldsportplatz aus Sicherheitsgründen für alle dicht gemacht."

Die ersten, die ihr Training wieder in kleinen Gruppen aufnahmen, waren die Fußballer. "Das war insbesondere für die Kinder und Jugendlichen wichtig", sagt Westphal. Nach und nach nahmen auch die anderen Sparten ihren Betrieb unter Corona-Bedingungen wieder auf - und zeigten sich einfallsreich. So fanden Zumba, Step-Aerobic und Bauch-Beine-Po-Training mit Bianca Engler-Klein auf dem ehemaligen Tennisplatz am Waldsportplatz unter freiem Himmel statt. "Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und wir konnten von Mai bis Oktober draußen trainieren", sagt die Trainerin. "Das Ganze hat uns so gut gefallen, dass wir das nächstes Jahr wiederholen."

Die ersten Handballdamen des MTV füllten die Trainingspause u.a. mit einer Lauf-Challange. "Ziel war, als Team so viele Kilometer wie möglich zu laufen", sagt Trainer Fritz Viol. "Nach vier Wochen hatten wir 1.000 Kilometer zusammen." Neben Kraft- und Ausdauertraining mit Abstand fanden im Sommer die ersten Trainingseinheiten im Spielbetrieb und nach den Ferien auch einige Freundschaftsspiele unter strengen Hygienemaßnahmen statt. Seit dem zweiten harten Lockdown im November gibt es bei den Handballdamen nur noch Onlinetraining mit Zoom.

Auch viele sportliche Veranstaltungen fielen den Pandemie-Auflagen zum Opfer. Das Sommerfest, der Laternenumzug, die Tanzshow sowie das Nordic Walking um Himmelpforten mussten alle abgesagt werden. Einzig der Brödenfeldt-Cup der Fußballabteilung konnte mit strengen Auflagen des Landkreises stattfinden. "Bei dieser Veranstaltung hat die Fußballabteilung unter Obmann Mirko Burfeindt eine tolle organisatorische Leistung vollbracht", lobt Jörg Westphal. Er betont, dass er zu allen Auflagen bezüglich des Trainingsbetriebs nach wie vor steht. Es habe u.a. Kritik gegeben, dass beispielsweise die Duschen und Umkleiden am Sportplatz auch im Sommer geschlossen blieben. "Bei so viel Trainingsbetrieb auf dem Sportplatz wäre der Aufwand für das Reinigen und Desinfizieren nicht möglich gewesen", begründet er diesen Schritt. "Ich würde solch eine Entscheidung immer wieder so treffen. Ich weiß bis jetzt von keinem Corona Fall in unserem Verein."

Der Vorsitzende hofft, dass der Verein im neuen Jahr langsam den Sportbetrieb wieder aufnehmen kann. Besonders für die Kinder und Jugendlichen sei es wichtig, sich in ihren Mannschaften und Gruppen wieder treffen zu können. "Mein größter Wunsch ist, dass wir alle gesund bleiben und im nächsten Jahr wieder neu starten können", sagt Westphal.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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