Aldi will an die Hauptstraße

"Rewe" und "Aldi" an der Bahnhofstraße. Beide Lebensmitte-Ketten wollen expandieren halten nach Baugrundstücken Ausschau. Ein Gutachter rät zum Erhalt des Standortes
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Enge an der Bahnhofstraße: Discounter überrascht Verwaltung mit Antrag / Widerspruch zum Einzelhandelsgutachten

tp. Himmelpforten. Mit einem überraschenden Antrag der "Aldi Immobilienverwaltungs-Gesellschaft" beschäftigt sich jetzt die Politik in Himmelpforten. Die Discounter-Kette will auf dem Eckgrundstück zwischen der Hauptstraße (Bundesstraße 73) und der Marktstraße einen neuen Markt errichten. Dazu müssten das dort ansässigen griechische Restaurant "Rhodos" und der Sonderpostenmarkt „Schauen & Kaufen“ weichen. Das Vorhaben widerspricht Vorgaben des Einzelhandelsgutachtens.

In Himmelpforten gibt es bereits einen Aldi neben dem Rewe-Vollsortimenter an der Bahnhofstraße. Doch wegen seiner verhältnismäßig kleinen Verkaufsfläche von 670 Quadratmetern gilt der Markt als nicht mehr zeitgemäß und soll aufgegeben werden. In einem Brief an die Verwaltung hat Aldi angefragt, ob ein neuer Markt mit 1.100 Quadratmetern Verkaufsfläche an der Hauptstraße baurechtlich umsetzbar sei.

Laut Himmelpfortens Bürgermeister Bernd Reimers hat der Aldi-Konzern die Pläne bereits vor einigen Wochen bei einem Treffen im Rathaus vorgestellt, an dem auch Samtgemeinde-Chef Holger Falcke teilnahm. Zum dem von Aldi vorgeschlagenen Konzept gehören ein Kreisverkehr an der Einmündung der Marktstraße, 52 Pkw-Stellplätze sowie eine Zu- und Abfahrt an der Hauptstraße.

Unterdessen soll Aldi mit den Privat-Eigentümern der Grundstücke an der Hauptstraße in Verhandlung getreten sein. Ohne deren Zustimmung sei das Projekt nicht realisierbar, so Bernd Reimers. Die Politik könne nur die Rahmenbedingungen schaffen und den Flächennutzungsplan ändern.

Der zuständige Planungsausschuss hat die Beratungen über den Antrag kürzlich zurückgestellt. "Wir müssen erst das Einzelhandelsgutachten abwarten", sagt Bürgermeister Reimers. Schließlich habe die von der Kommune in Auftrag gegebene Expertise viel Geld gekostet. Das Gutachten, das in Teilen schon der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, soll in vier bis sechs Wochen fertig sein. Bekannt ist, dass darin ein Discounter-Standort an der Marktstraße kritisch bewertet wird. Der Gutachter warnt vor einer Schwächung der Bahnhofstraße und einem Zerreißen der Kundenströme.

Vorrangiges Ziel ist es, die Ortsmitte mit Poststraße, Kamphof und dem Marktplatz, der komplett neu gestaltet wird, städtebaulich aufzuwerten. Daher sollte auch der Einkaufs-Standort an der benachbarten Bahnhofstraße erhalten bleiben. Doch wegen der Enge auf dem Areal streckt auch Rewe die Fühler nach einem Bauplatz aus. Das Unternehmen hat das Grundstück des ehemaligen "Kutschers Hotel" ins Auge gefasst.

Es herrscht also noch viel Beratungsbedarf. Nur eins steht fest: Außer den bestehenden Geschäften Aldi, Rewe, Sky und Penny sollen keine weiteren Lebensmittelmärkte zugelassen werden.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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