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Die Familientradition wird fortgesetzt
Aus "Dieckmann" wird "Tante Hilda"

Eine Familie mit Power (v.li.I): Monja Dieckmann und ihr Lebensgefährte Göran Gallandt sowie Renate und Rolf Dieckmann
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  • Eine Familie mit Power (v.li.I): Monja Dieckmann und ihr Lebensgefährte Göran Gallandt sowie Renate und Rolf Dieckmann
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sb. Burweg. Vor vier Jahren kehrte Monja Dieckmann (43) aus der Schweiz zurück in ihr Heimatdorf Burweg, um das Lebensmittelgeschäft ihrer Familie in dritter Generation weiterzuführen. Schon damals plante sie, das Fachgeschäft für gutes Essen um ein Café als "Stätte der Begegnung" zu erweitern. Jetzt ist es soweit: Am Mittwoch, 10. Februar, eröffnen nach umfassendem Umbau sowohl der Laden als auch das neue Café. Neu ist dann auch der Name: Aus "Nah und Frisch Dieckmann" und dem benachbarten Gasthaus sowie Café und Catering-Service wird "Tante Hilda".

Jetzt heißt alles "Tante Hilda"

Vor mehr als 100 Jahren eröffnete Hilda Dieckmann, die damals noch ihren Mädchennamen Hilda Stegemann trug, in der Schulstraße in Burweg den Gasthof Stegemann. "Ganz früher bestand der Betrieb aus Landwirtschaft mit Milchkühen, der Gasthof wurde von meinen Großeltern Willi und Hilda betrieben", erzählt Monja Dieckmann, die Enkelin von Hilda. "Dann kam ein Tante-Emma-Laden dazu." Sowohl Gastronomie als auch Handel blieben stets in Familienhand, geführt von Geschwistern, Cousins oder Cousinen. Vor vier Jahren beschloss Monja Dieckmann, in den elterlichen Ladenbetrieb von Rolf und Renate Dieckmann mit einzusteigen und den Frischemarkt um ein Café zu erweitern.

Heute führt Hildas Enkelin Monja im Laden die Regie
  • Heute führt Hildas Enkelin Monja im Laden die Regie
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Unterstützt wird sie dabei von ihrem Lebensgefährten Göran Gallandt. Beide sind übrigens Quereinsteiger, wenn auch mit viel Berufserfahrung rund um Gastronomie und Lebensmittelhandel. Monja Dieckmann absolvierte nach ihrem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und studierte später u.a. in der Schweiz Theologie. Zwischendurch betrieb sie einen Catering-Service und unterstützte ihre Eltern im Laden von Kindesbeinen an. Göran Gallandt ist eigentlich Architekt. Als solcher entwarf und baute er zahlreiche Immobilien im Lebensmittelhandel sowie in der Gastronomie und konnte so viel Fachwissen in den Umbau des Ladens und die Schaffung des neuen Cafés einbringen.

Zu Ehren der Firmengründerin erfolgt mit dem aktuellen Umbau auch eine Umbenennung des Familienbetriebs. "Ab sofort läuft hier alles unter dem Namen ,Tante Hilda'", erzählt Monja Dieckmann. "Das betrifft sowohl den Frischemarkt als auch das Café, den Gasthof und das Catering." 

Ein Fachgeschäft für das Besondere

Am Mittwoch, 10. Februar, eröffnet der neue "Tante Hilda Frischemarkt" in Burweg, Schulstraße 8, nach umfassendem Umbau. "Das angeschlossene neue Café können wir Corona-bedingt leider noch nicht öffnen", bedauert Monja Dieckmann. "Da müssen wir uns nach den Pandemie-Auflagen richten."
"Tante Hilda Frischemarkt" ist kein gewöhnlicher Supermarkt. Hier spielen Regionalität, Frische, Hausgemachtes und Besonderes die Vorreiterrolle. "Schon meine Eltern Rolf und Renate haben sich vor einigen Jahren in diesem Bereich spezialisiert und mein Lebensgefährte Göran und ich setzen das jetzt verstärkt fort", erklärt die Unternehmerin. Es sei eine große Chance, noch einmal ganz neu über Themen wie Nachhaltigkeit, Manufaktur, Regionalität und Tierwohl nachzudenken. So stammt das an der Theke angebotene Fleisch überwiegend aus Weidetierhaltung sowie regionaler Schlachtung von Guthahn aus Osten und Röhrs aus Jork, Brot entweder aus eigener Herstellung oder von der Stader "Slow Bakerie" Heyderich. Regionales Obst und Gemüse bezieht Familie Dieckmann von ortsansässigen Landwirten sowie von Lieferanten ihres Vertrauens. Milch kommt aus Lamstedt, Käse u.a. von Jithof in Bargstedt. Hinzu kommen viele Produkte aus eigener Herstellung, z.B. diverse Frischkäsevariationen, Salate und Backwaren.
An der neuen, sechseinhalb Meter langen Frischetheke gibt es in Bedienung Fleisch, Wurst und Aufschnitt, Salate, Käse und Frischkäse. Sehr beliebt sind auch die dort erhältlichen hausgemachten Mahlzeiten, die sowohl frisch als auch tiefgefroren angeboten werden. Neu ist der Reifeschrank für Dry-Aged-Fleisch, dessen Aroma Kenner zu schätzen wissen. Insgesamt umfasst die Verkaufsfläche rund 100 Quadratmeter und beinhaltet auch eine kleine Getränkeabteilung. "Bei uns gibt es alles für den täglichen Bedarf", sagt Monja Dieckmann. Geöffnet ist der Laden Dienstag, Mittwoch und Samstag von 7.30 bis 12 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 7.30 bis 18 Uhr. Montag ist Ruhetag.

Rolf und Renate Dieckmann in ihrem Lebensmittelgeschäft Anfang 2015
  • Rolf und Renate Dieckmann in ihrem Lebensmittelgeschäft Anfang 2015
  • Foto: Archiv/tp
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Das neue Café schließt sich an den "Tante Hilda Frischemarkt" direkt an. Eingerichtet ist es im nordischen Stil mit viel Gemütlichkeit - "eine gute Stube modern interpretiert", sagt Monja Dieckmann lächelnd. Zum Inventar gehören sowohl Bänke und Stühle als auch Sofas. Abgerundet wird es mit einer Spielecke, damit Kinder sich beschäftigen können, während die Eltern in aller Ruhe ihren Cappuccino trinken. Angeboten werden Frühstück, hausgemachte Kuchen und Torten sowie kleine Snacks und ein warmer Mittagstisch. Für das kulinarische Angebot wurde extra ein Koch eingestellt. "Wir hoffen, dass bei uns u.a. viele Fahrradtouristen und Ausflügler einkehren werden, die entlang der Oste Burweg durchqueren", sagt Göran Gallandt. Öffnungszeiten des Cafés: Donnerstag bis Samstag von 8 bis 17 Uhr.
Weitere Infos auch online: www.tante-hilda.de

Catering für liebe Gäste

Zu "Tante Hilda" gehört auch ein Catering-Service, der je nach Nachfrage sowohl aus dem Gasthaus als auch aus dem Frischemarkt kommen kann. "Kalte Speisen wie Salate, dekorierte Platten; Fingerfood oder Kanapees stammen aus dem Markt, warme Gerichte wie Suppen, Braten oder Aufläufe kommen aus der Küche des Gasthofs", erklärt Monja Dieckmann.
Näheres unter www.tante-hilda.de

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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