"2021 wird eine besondere Herausforderung"
Freilichtmuseum am Kiekeberg zieht Bilanz: Mindereinnahmen von rund 781.000 Euro in 2020

Auf der Baustelle der "Königsberger Straße": Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer und Museumsdirektor Stefan Zimmermann besichtigen die geplante Ladenzeile
2Bilder
  • Auf der Baustelle der "Königsberger Straße": Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer und Museumsdirektor Stefan Zimmermann besichtigen die geplante Ladenzeile
  • Foto: FLMK
  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Ehestorf. 780.900 Euro fehlen dem Freilichtmuseum am Kiekeberg an Einnahmen. 16 Wochen war das Museum komplett geschlossen, das ist die Bilanz des Corona-Jahres 2020.

Zwar hat die Stiftung des Freilichtmuseums vom Land Niedersachsen im vergangenen Jahr einen Zuschuss von 100.000 Euro aus dem Corona-Nothilfe-Fonds des Landes Niedersachsen erhalten (das WOCHENBLATT berichtete), das reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um die Einnahmeaussfälle von 492.100 Euro für die Stiftung und 288.800 Euro für den Förderverein aufzufangen. Im Gegensatz zu anderen Museen generiert das Kiekeberg-Museum eine hohe Quote an Erlösen selbst - insofern ist es äußerst schwierig für das Museum, diesen finanziellen Ausfall aufzufangen.

"Rückblickend sind wir wirklich zufrieden, dass das vergangene Jahr durch stringent sparsames Wirtschaften und andere Maßnahmen so glimpflich verlaufen ist", sagt die Kaufmännische Geschäftsführerin der Stiftung, Carina Meyer. Unter anderem habe das Museum konsequent gespart und nicht notwendige Investitionen geschoben. Der Großteil der Mitarbeiter war im vergangenen Jahr in Kurzarbeit. Dass lässt sich aber, macht die Geschäftsführerin deutlich, nicht ein weiteres Jahr aufrechterhalten: "Investitionen und Arbeitsaufgaben, die 2020 noch vertretbar geschoben werden konnten, erhalten jetzt eine hohe Dringlichkeit!" Denn werden beispielsweise die Reetdächer oder Türschwellen der rund 400 Jahre alten Gebäude nicht regelmäßig gewartet, nehmen sie Schaden. Gebäude und Tiere müssen im Museum trotz Corona gepflegt und versorgt werden.

Die Tage, an denen das Museum 2020 geöffnet war, wurden auch sehr gut besucht, berichtet der Stiftungsratvorsitzende Klaus-Wilfried Kienert: insgesamt zählen das Museum und seine Außenstellen 95.015 Besuche, das sind 38 Prozent von 2019.

Bis vorerst Ende Januar bleibt das Museum geschlossen, doch für 2021 hat das Kiekeberg-Team ein Jahr voller Bildungsprogramme, Veranstaltungen, Vorführungen und Ausstellungen geplant, verrät Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Die Sonderausstellung "Bauklötze staunen. Lego Architektur" wurde bis 28. März verlängert. Im Mai findet das Living-History-Event "1945. Der erste Sommer im Frieden" mit über 60 internationalen Darstellern statt. Zudem soll im September mit dem Quelle-Fertighaus ein weiteres Gebäude der "Königsberger Straße" eröffnet werden.

Auf der Baustelle der "Königsberger Straße": Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer und Museumsdirektor Stefan Zimmermann besichtigen die geplante Ladenzeile
Stark eingeschränkte Öffnung, abgesagte Großveranstaltungen und ein limitiertes Programm: 2021 war ein herausforderndes Jahr für das Freilichtmuseum am Kiekeberg. Wie Stiftungsratvorsitzender Wilfried Kienert (Foto, v. li.), Museumsdirektor Stefan Zimmermann und Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer jetzt mitteilen, fehlt dem Museum trotz aller Einsparungen insgesamt etwa eine dreiviertel Million Euro
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

Service
Aus den beiden Grafiken geht hervor: Der Anteil der Altersgruppe "Ü 70" liegt im Landkreis Stade bei 16 Prozent. Aus dieser Gruppe kommen aber mit Abstand die meisten Corona-Toten (88 Prozent)

Sieben-Tage-Inzidenz weiter unter dem Grenzwert 50
Über 70-Jährige stellen nur 16 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Stade, aber 88 Prozent der Corona-Toten

jd. Stade. Die Warteliste für das Impfzentrum in Stade ist abgearbeitet. Daher ruft der Landkreis Stade die über 80-Jährigen dazu auf, bei der Impf-Hotline des Landes einen Impftermin zu vereinbaren. "Auf der Warteliste des Landes stehen für den Landkreis Stade zurzeit keine Namen mehr von Personen, die 80 Jahre oder älter sind", sagt Nicole Streitz, Leiterin des Impfzentrums in Stade. Menschen aus dieser Altersgruppe, die sich impfen lassen möchten, können laut Streitz im Moment zeitnah einen...

Panorama
Die Entwicklung des Inzidenzwertes in den vergangenen zwei Wochen im Landkreis Harburg

Die aktuellen Corona-Zahlen vom 5. März
Inzidenz wieder bei 56,6 im Landkreis Harburg - 200 aktive Fälle

(sv). Nachdem es am Donnerstag noch aussah, als würde der Inzidenzwert im Landkreis Harburg wieder unter die 50er-Grenze sinken, stieg er am heutigen Freitag, 5. März, wieder an - auf 56,60. In den Kommunen bleibt die Gemeinde Stelle weiterhin an der Spitze der Inzidenzwerte (132,68), gefolgt von der Gemeinde Neu Wulmstorf (94,08). Die Samtgemeinde Jesteburg (8,97) und die Samtgemeinde Salzhausen (13,80) verzeichnen immer noch die niedrigsten Werte. Der Landkreis Hamburg kommt am Freitag auf...

Politik
Dr. Dunja Sabra
2 Bilder

Rassismus bekämpfen: WOCHENBLATT-Serie begleitet Online-Veranstaltungen
"Man hat mir den Tod durch Vergasung gewünscht"

tk. Stade. Ein breites Bündnis von verschiedenen Akteuren lädt im Landkreis Stade dazu ein, sich in digitalen Formaten mit dem gesellschaftlichen Problem des Rassismus auseinanderzusetzen (das WOCHENBLATT berichtete). "Solidarität-Grenzenlos" ist der Leitsatz. In den kommenden Wochen schreiben Menschen aus dem Landkreis Stade, wie sie selbst Rassismus erleben und wie sie mit den Herausforderungen einer Gesellschaft umgehen, die sich von Vorurteilen befreien will. Wir drucken die Texte...

Politik
Winsens Bürgermeister André Wiese (CDU)   Foto: Stadt Winsen

André Wiese redet Klartext über Winsen 2030

Bürgermeister setzt sich auf seiner privaten Facebook-Seite mit der Kritik an Baumfällungen auseinander thl. Winsen. Seit Bekanntwerden der Planung für den Umbau der Haupteinkaufsstraßen im Rahmen des Projektes "Winsen 2030", hagelt es immer wieder Proteste gegen die damit verbundenen Baumfällungen. Diese hatten sich noch verstärkt, als am Montag vergangener Woche die Kettensägen ratterten und die Bäume zwischen dem Südertor und der Rathausspitze fielen. Jetzt platzte Bürgermeister André Wiese...

Politik
Deutlich zu sehen: Das Baugebiet Seevekamp/Schierhorner Weg liegt etwa 1,5 Meter höher als der Seevekamp. "Darauf noch ein elf Meter hohes Haus zu setzen, ist zu viel", sagt Heike Paulick-Stein Foto: as
2 Bilder

Jesteburg
Anwohner fordern Anpassung des B-Plans "Seevekamp-Süd"

as. Jesteburg. "Wir sind nicht gegen die Bebauung, sondern wir sind für eine moderate Planung", betont Heike Paulick-Stein. Die Jesteburgerin wohnt am Seevekamp und setzt sich gemeinsam mit weiteren Anwohnern dafür ein, dass die geplanten Mehrfamilienhäuser auf dem Areal zwischen Seevekamp, Waldwinkel und Schierhorner Weg an den Bestand angepasst werden. Auf den 49.452 Quadratmetern zwischen Seevekamp, Waldwinkel und Schierhorner Weg möchte Investor Steffen Lücking insgesamt 106 Wohneinheiten...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen