Nenndorfer Unternehmer warnt, Landkreis beruhigt
Geht in Norddeutschland das Streusalz aus?

Heftiger Schneefall könnte in der kommenden Woche zu einem großen Problem auf den Straßen werden
  • Heftiger Schneefall könnte in der kommenden Woche zu einem großen Problem auf den Straßen werden
  • Foto: Heinrich Hausschild Lohnunternehmen
  • hochgeladen von Lennart Möller

lm. Nenndorf. Viel Schnee, Glatteis, Ortschaften, die teilweise von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die Wetterprognosen für dieses Wochenende und die kommende Woche lesen sich wie ein Gruselmärchen für Autofahrer. Warnende Stimmen kommen bezüglich der Wetterlage auch aus Nenndorf. Heinrich Hausschild zeigt sich in Sorge über glatte Straßen, denn: Seinem Unternehmen ist das Streusalz ausgegangen. Zwar musste sein Räumdienst in diesem Winter erst 18-mal ausrücken, Hauschild rechnet bei der derzeitigen Wetterlage noch mit vielen weiteren Einsätzen in den kommenden Tagen und Wochen.

In den vergangenen Wintern habe sich ein möglicher Engpass nicht abgezeichnet. "Die Produktion muss von der Industrie jetzt erst einmal angeworfen werden", erklärt der Unternehmer aus Rosengarten, der neben privaten Aufträgen unter anderem auch für den Winterdienst in der Gemeinde verantwortlich zeichnet. Bis zu diesem Wochenende würden seine Vorräte zwar noch ausreichen, danach werde es eng werden. Für die Vorräte mussten sogar Lager aus Harsefeld und Fintel herhalten, von hier wurde das Salz bezogen, das sich derzeit auf den Straßen der Gemeinde Rosengarten befindet. Zwar würde das Unternehmen im äußersten Notfall auch auf alternative Gemische zurückgreifen, dennoch appelliert der Unternehmer: Die Menschen im gesamten Landkreis sollten sich auf glatte Straßen einstellen.

Andere Töne schlagen hingegen die Kreisstraßenmeistereien in der Region an. Sowohl der Landkreis Harburg als auch der Landkreis Stade vermelden beim Streusalz keine Missstände. Katja Bendig, Sprecherin des Landkreises Harburg, bestätigt zwar, dass es bei der Auslieferung des Streuguts aufgrund der hohen Nachfrage in Norddeutschland durchaus zu Lieferverzögerungen kommen kann, allerdings sei man hier momentan gut aufgestellt. Erst vor kurzem wurden 700 Tonnen Streugut bestellt, die in etwa drei bis vier Tagen erwartet werden. Für die Straßen im Landkreis Harburg, die es zu versorgen gilt, verbraucht der Winterdienst gut 50 Tonnen. Je nach Witterung werden am Tag zwei oder drei Touren vorgenommen.
Beruhigende Zahlen auch aus dem Landkreis Stade. 800 Tonnen Salz sind hier eingelagert, rund 40 Prozent davon wurden bereits verbraucht. "Wir können aber zügig nachordern", erklärt Straßenwärtermeister Uwe Pahl.

Auch die Stadt Buchholz sieht derzeit keine Probleme beim Streugut, in der kommenden Woche wird eine weitere Lieferung erwartet. In der Nordheidestadt wird allerdings kein reines Streusalz ausgebracht, sondern ein Gemisch aus Splitt und Salz.

Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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