In Klecken wurden die ersten 120 Parkplätze am Bahnhof freigegeben

Im Beisein der Ratsmitglieder gaben (vorne v. li.): Klaus-Wilfried Kienert, Anke Grabe und Dirk Seidler die ersten 120 Parkplätze frei
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bim. Klecken. Was lange währt, wird endlich gut. Darauf hoffen zahlreiche Pendler und die Anlieger der Bahnhofstraße in Klecken, die sich seit Jahren über Wildparker ärgern. Im Beisein des Rates gaben Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler, sein Stellvertreter Klaus-Wilfried Kienert und Kleckens Bürgermeisterin Anke Grabe jetzt die ersten 120 Parkplätze der neuen P&R-Anlage am Bahnhof in Klecken frei. Bis alle 146 Parkplätze zur Verfügung stehen und ein direkter Zugang zum Bahnsteig in Fahrtrichtung Hamburg möglich ist, dauert es noch bis kommendes Frühjahr. Bis dahin appellieren die Ratsmitglieder an die Vernunft der Pendler, in der Übergangsphase ein paar Meter zu Fuß über die Bürgermeister-Glade- und die Bahnhofstraße auf sich zu nehmen.
Rund fünf Jahre dauerte der Planungsprozess der P&R-Anlage, berichtet Dirk Seidler. Im Herbst 2014 habe sich der Rat auf Vorschlag der CDU Gedanken über die Anbindung eines Gewerbegebietes gemacht. "Dann wäre der gesamte Bereich erschlossen worden", so Seidler. Schließlich habe man sich aber für die Parkplatzlösung entschieden. Denn an den bestehenden rund 140 Parkplätzen am Bahnhof kam es seit Jahren zu unhaltbaren Zuständen, weil Pendler sogar Hofeinfahrten zuparkten. Da Klecken letzte Station für günstige Tickets ist, nutzen auch Pendler aus Nachbarorten den Zustieg am Bahnhof in Klecken.
Zwischenzeitlich hatte die Gemeinde 40 Parkplätze am REWE-Markt angemietet, die auch während der derzeitigen Übergangsphase weiterhin zur Verfügung stehen.
Im Frühjahr wurde mit dem Bau der P&R-Anlage begonnen. Verzögerungen habe es beim Bau des Regenrückhaltebeckens gegeben, das nötig ist, weil das Wasser nicht auf die Gleise gelangen dürfe und auf der Fläche der P&R-Anlage versickern müsse, so Seidler. Probleme hätten dabei die Bodengutachten für die Entsorgung des Bodenaushubs, die Anbindung an den Bahnsteig sowie wechselnde oder schlecht erreichbare Ansprechpartner bei der Deutschen Bahn bereitet.
In dieser Woche sollen die Leuchten aufgestellt werden. Ab Ende September soll mit dem Bau der Treppen- und Rampenanlage begonnen werden. Weiterhin soll es 40 Fahrradstellplätze in abschließbaren Boxen, eine Ladestation für E-Bikes und eine für zwei E-Autos geben.
Im Haushalt sind für den Bau der P&R-Anlage laut Seidler 960.000 Euro veranschlagt, von denen rund 50 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft und der Metropolregion übernommen werden. "Es ist ein teures Unterfangen, aber damit fördern wir den öffentlichen Personnennahverkehr. Und die Anlage ist zur Entlastung der Bahnhofstraßen-Anlieger erforderlich", so Seidler.
"In vier Monaten ist ein direkter Zugang zum Bahnsteig möglich. Ich bin überzeugt, dass die Vernunft siegt und die Leute nicht über die Böschung zum Bahnsteig klettern, sondern bis dahin fünf Minuten mehr Zeit einplanen", so Kleckens Bürgermeisterin Anke Grabe.

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Bianca Marquardt aus Tostedt

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