"Jeder kann Zuversicht geben"

Trotz leicht regnerischen Wetters waren wieder viele Besucher zum traditionellen 
Waldgottesdienst gekommen Fotos: Wöhling
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    Waldgottesdienst gekommen Fotos: Wöhling
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Traditioneller Waldgottesdienst des Kirchenkreises Hittfeld am Pfingstmontag.

mum. Klecken. Zum 80. Waldgottesdienst des Kirchenkreises Hittfeld sind am Pfingstmontag viele Besucher trotz leicht regnerischen Wetters gekommen. Bepackt mit Stühlen und Decken und geschützt in Regenjacken und Gummistiefeln suchten sie sich einen guten Platz am Hünengrab. Superintendent Dirk Jäger leitete den Gottesdienst und wurde unterstützt vom neuen Buchholzer Pastor Arne Hildebrand. Pastorin Martina Wüstefeld aus Hittfeld hatte für die jüngsten Besucher einen Kindergottesdienst vorbereitet.
Jäger beschrieb in seiner Predigt den Jünger Petrus als "schrägen Typen", der auf den ersten Blick kaum als Glaubensheld tauge. "Mal ist er besonders einsichtig und begeistert, mal ergreift er die Flucht und leugnet, Jesus überhaupt gekannt zu haben", so Jäger. Trotzdem werde Petrus von Jesus Großes zugetraut. Darin sei er vergleichbar mit allen, die ihre Beziehung zu Gott als ebenso wechselhaft erleben. "Pfingsten erinnert daran, dass Gott unsere Zweifel und unsere Unvollkommenheit kennt, sie aber mit seinem Geist in Bewegung bringt. Gerade dann, wenn wir uns 'schräg drauf' fühlen, bleibt es bei Gottes Zusage: Du bist mir wertvoll, ich liebe dich und vergebe dir, auch wenn es andere nicht tun - darauf darfst du vertrauen", sagte Superintendent Jäger.
Jäger ermutigte seine Zuhörer, sich so wie Jesus Menschen zuzuwenden und ihnen Halt und neue Perspektiven zu vermitteln. Christen seien gegen allen herrschenden Pessimismus dazu aufgerufen, Hartherzigkeit und zerstörerische Ordnungen mit freundlicher Zugewandtheit zu überwinden. Mit Vertrauen, Hoffnung, Zuversicht und Tatkraft sei es auch Halbfertigen und nur Drei-Viertel-Überzeugten möglich, der Welt ein anderes Gesicht zu geben.
Den Waldgottesdienst-Klassiker "Geh‘ aus mein Herz" sangen alle Besucher gemeinsam. "In diesem Jahr hat sich eine neue Strophe eingeschlichen. Wer sie als Erster erkennt, gewinnt einen Preis", sagte Jäger vorab. Hans-Joachim Müller, Prädikant im Kirchenkreis, blickte kurz auf den Liedzettel und wusste sofort, dass es die sechste Strophe war. Er gewann einen Becher und ein Martin-Luther-Heft.
Nach dem Gottesdienst gab es leckeren Butterkuchen der Kleckener Bäckerei Danker. Für Kaffee und Tee sorgten die Kirchengemeinden Hollenstedt, Holm-Seppensen und Sprötze. Und für Sicherheit sorgten die Bendestorfer Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz. Die Kollekte geht zur Hälfte an die Internationalen Initiativen im Kirchenkreis und die Projektarbeit der neuen Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung.

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