Wie eine Vollbremsung auf der Überholspur
Jugendbuchautorin Kim Kestner über ihr Corona-Jahr 2020

Kim Kestner in ihrem Wohnzimmer, im Hintergrund ist gut zu erkennen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen eines Werks steckt
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

(nw/tw). Manchmal ist das Leben schneller, als man Pläne schmieden kann. Als Konstantin Keuneke (40) vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz übernommen hatte, stand eines ganz oben auf der To-do-Liste: zu prüfen, in welchen Bereichen und durch welche Projekte Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz weiter gestärkt werden können. „Dabei kam auch der Gedanke auf, den bestehenden Pandemie-Plan zu erneuern“, erinnert...

Politik
Nimmt den Prüfbericht gelassen: Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme
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In Hollenstedt
Verstößt Bürgermeister gegen geltendes Recht?

bim. Hollenstedt. Der Tagesordnungspunkt "Jahresabschluss" in einer Ratssitzung ist eigentlich eine Regularie, die per Handzeichen abgenickt und in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird. Zumal es sich in der Regel um länger zurückliegende Jahresabschlüsse handelt. Die für die Jahre 2015 und 2016 sorgt in der Gemeinde Hollenstedt für einigen Zündstoff - und Kritik an Bürgermeister Jürgen Böhme durch die Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH). Hintergrund sind u.a. vom...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Service

233 Neuinfektionen in 24 Stunden
Landkreis Stade: Inzidenzwert schnellt am Dienstag auf fast 500 hoch

jd. Stade. Bis zur 500er-Marke fehlt nicht mehr viel: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Dienstag, 18. Januar, auf 491,3 hochgeschnellt – von 422,2 am Vortag. Aktuell sind 1.596 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 233 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten im Landkreis Stade ist auf 11.314 gestiegen. Die Inzidenzwerte in der Region mit Stand vom 18. Januar sehen wie folgt aus: •...

Wirtschaft
Die Tiefbauarbeiten für den Autohof an der A7-Anschlussstelle Evendorf sind bereits abgeschlossen. Auf 15 Hektar sollen ein "Auto Reise Center" und ein Gewerbegebiet entstehen
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
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Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Blaulicht
Der Pkw wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Zeugen gesucht
Lebensgefahr nach Unfall auf der A1 bei Hollenstedt

thl. Hollenstedt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Hansalinie A1 ist am Montagnachmittag ein 23-jähriger Rotenburger lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann war gegen 15 Uhr mit seinem BMW auf dem linken Überholfahrstreifen laut Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. Bei einem Bremsmanöver verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts in einen Lärmschutzwall. Dann überschlug sich der Pkw mehrfach und kam...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 18. Januar
Mittlerweile drei Kommunen mit einem Inzidenzwert über 1.000

(lm). Nachdem am Wochenende erfahrungsgemäß weniger auf Corona getestet wird und die Zahlen am gestrigen Montag verhältnismäßig niedrig waren, sind sie im Landkreis Harburg am heutigen Dienstag, 18. Januar, stark angestiegen. 517 neue Corona-Fälle wurden von den zuständigen Behörden übermittelt, in der Vorwoche waren es 205 Fälle. 2.299 Corona-Erkrankungen wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+312), 1.508 waren es noch vor einer Woche.  Nach der Stadt Winsen (1.262,3) haben heute...

lm. Eckel. "Es fühlte sich an wie eine Vollbremsung auf der Überholspur", beschreibt Kim Kestner ihr Jahr 2020 in Anbetracht der Corona-Pandemie. Die erfolgreiche Buch-Autorin aus Eckel hatte eigentlich geplant, im vergangenen Jahr den zweiten Teil ihrer Trilogie "Heaven´s End" im Fischer-Verlag zu veröffentlichen - doch dann machte ihr das Virus einen Strich durch die Rechnung. Die Erscheinungstermine für viele Bücher, die in diesem Jahr erscheinen sollten, wurden immer weiter nach hinten verschoben, darunter auch der zweite Teil von "Heaven´s End". Schließlich entschied sich der Verlag dazu, die Serie einzustellen. Die Zielgruppe für die Trilogie sei dem Werk entwachsen, hieß es in der Begründung.

Ein herber Dämpfer für die Autorin, deren Karriere in der Schriftsteller-Branche bis zu dem Punkt stetig an Fahrt aufnahm und kaum zu bremsen war. Kestner trat als einer der Hauptacts vor großem Publikum auf der Frankfurter Buchmesse auf (das WOCHENBLATT berichtete). Außerdem sollten ihre Bücher sollten in unterschiedliche Sprachen übersetzt werden, die Corona-Pandemie machte der Autorin da allerdings einen Strich durch die Rechnung. Dass die Reihe nun eingestellt wurde, macht nicht nur der Autorin selber zu schaffen: Alle paar Tage bekommt sie Zuschriften von Fans, die wissen wollen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Der erste Band ist zwar auch als Einzelband lesbar und in sich abgeschlossen, aber natürlich wollen Kestners Leser wissen, wie es im nächsten Teil weitergegangen wäre.

Trotz alledem ließ sich Kestner nicht unterkriegen und nutzte die Corona-Pause auch für sich: "Ich konnte mich endlich darauf besinnen, was ich wirklich schreiben möchte."
"Ich bin kein großer Fan von Lovestories", gibt sie zu. "Was ich wirklich schreiben wollte, war immer überlagert von den Erwartungen meiner Leserinnen, sich in den Romanhelden zu verlieben."Seit knapp sieben Monaten laufen die Vorbereitungen auf ihr neues Projekt, das nun vollkommen ihren eigenen Vorstellungen entspricht und ganz ohne Liebesgeschichte auskommt. "Noch nie habe ich vorher so lange an einem Plot gearbeitet", verrät Kestner. Wer einen Blick in ihr Wohnzimmer wirft, wird das verstehen können. Die Fenster des Raumes sind auf der einen Seite komplett tapeziert mit den Figuren und dazugehörigen Charaktereigenschaften des neuen Buches, auf der anderen Seite lässt sich detailliert der Handlungsablauf begutachten.

Auch einen Titel hat das neue Projekt schon, alles aber natürlich noch streng geheim. Genremäßig bewegt sich das Buch auf etwas neuen Wegen. Ließen sich Kestners bisherige Werke im Bereich Romantasy (Romance und Fantasy) für Mädchen ab 14 Jahren einordnen, ist es nun Urban Fantasy für Mädchen und Jungen ab zehn Jahren.
Dass ihre Leser mit ihren Figuren mitfiebern und mitleiden können, ist beim Schreiben eine der größten Herausforderungen, sagt Kestner. Für Nachwuchsautoren hat die erfahrene Schreiberin allerdings Tipps: "Seiner Leidenschaft nachgehen, sich immer weiterbilden und vor allem: Kritik immer höher schätzen als Lob."

Kim Kestner in ihrem Wohnzimmer, im Hintergrund ist gut zu erkennen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen eines Werks steckt
Im November 2019 war sie Hauptact auf der Frankfurter
Buchmesse, 2020 kam dann Corona dazwischen Fotos: Kestner
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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