Wie eine Vollbremsung auf der Überholspur
Jugendbuchautorin Kim Kestner über ihr Corona-Jahr 2020

Kim Kestner in ihrem Wohnzimmer, im Hintergrund ist gut zu erkennen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen eines Werks steckt
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lm. Eckel. "Es fühlte sich an wie eine Vollbremsung auf der Überholspur", beschreibt Kim Kestner ihr Jahr 2020 in Anbetracht der Corona-Pandemie. Die erfolgreiche Buch-Autorin aus Eckel hatte eigentlich geplant, im vergangenen Jahr den zweiten Teil ihrer Trilogie "Heaven´s End" im Fischer-Verlag zu veröffentlichen - doch dann machte ihr das Virus einen Strich durch die Rechnung. Die Erscheinungstermine für viele Bücher, die in diesem Jahr erscheinen sollten, wurden immer weiter nach hinten verschoben, darunter auch der zweite Teil von "Heaven´s End". Schließlich entschied sich der Verlag dazu, die Serie einzustellen. Die Zielgruppe für die Trilogie sei dem Werk entwachsen, hieß es in der Begründung.

Ein herber Dämpfer für die Autorin, deren Karriere in der Schriftsteller-Branche bis zu dem Punkt stetig an Fahrt aufnahm und kaum zu bremsen war. Kestner trat als einer der Hauptacts vor großem Publikum auf der Frankfurter Buchmesse auf (das WOCHENBLATT berichtete). Außerdem sollten ihre Bücher sollten in unterschiedliche Sprachen übersetzt werden, die Corona-Pandemie machte der Autorin da allerdings einen Strich durch die Rechnung. Dass die Reihe nun eingestellt wurde, macht nicht nur der Autorin selber zu schaffen: Alle paar Tage bekommt sie Zuschriften von Fans, die wissen wollen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Der erste Band ist zwar auch als Einzelband lesbar und in sich abgeschlossen, aber natürlich wollen Kestners Leser wissen, wie es im nächsten Teil weitergegangen wäre.

Trotz alledem ließ sich Kestner nicht unterkriegen und nutzte die Corona-Pause auch für sich: "Ich konnte mich endlich darauf besinnen, was ich wirklich schreiben möchte."
"Ich bin kein großer Fan von Lovestories", gibt sie zu. "Was ich wirklich schreiben wollte, war immer überlagert von den Erwartungen meiner Leserinnen, sich in den Romanhelden zu verlieben."Seit knapp sieben Monaten laufen die Vorbereitungen auf ihr neues Projekt, das nun vollkommen ihren eigenen Vorstellungen entspricht und ganz ohne Liebesgeschichte auskommt. "Noch nie habe ich vorher so lange an einem Plot gearbeitet", verrät Kestner. Wer einen Blick in ihr Wohnzimmer wirft, wird das verstehen können. Die Fenster des Raumes sind auf der einen Seite komplett tapeziert mit den Figuren und dazugehörigen Charaktereigenschaften des neuen Buches, auf der anderen Seite lässt sich detailliert der Handlungsablauf begutachten.

Auch einen Titel hat das neue Projekt schon, alles aber natürlich noch streng geheim. Genremäßig bewegt sich das Buch auf etwas neuen Wegen. Ließen sich Kestners bisherige Werke im Bereich Romantasy (Romance und Fantasy) für Mädchen ab 14 Jahren einordnen, ist es nun Urban Fantasy für Mädchen und Jungen ab zehn Jahren.
Dass ihre Leser mit ihren Figuren mitfiebern und mitleiden können, ist beim Schreiben eine der größten Herausforderungen, sagt Kestner. Für Nachwuchsautoren hat die erfahrene Schreiberin allerdings Tipps: "Seiner Leidenschaft nachgehen, sich immer weiterbilden und vor allem: Kritik immer höher schätzen als Lob."

Kim Kestner in ihrem Wohnzimmer, im Hintergrund ist gut zu erkennen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen eines Werks steckt
Im November 2019 war sie Hauptact auf der Frankfurter
Buchmesse, 2020 kam dann Corona dazwischen Fotos: Kestner
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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