"Gebt uns unseren Spielplatz!"
Seit zwei Jahren warten die Kinder in Emsen auf neue Spielgeräte "Am Vierberg"

Henrik (v. li.), Theresa, Nico, Clarissa und Frederik finden es richtig blöd, dass ihr Spielplatz auch diesen Sommer brach liegt
  • Henrik (v. li.), Theresa, Nico, Clarissa und Frederik finden es richtig blöd, dass ihr Spielplatz auch diesen Sommer brach liegt
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as. Emsen. Wo früher Schaukel, Basketballkorb und Turnreck standen, gibt es jetzt nur Rasen. Traurig stehen Mario (6), Paul (5), Marie (3), Henrik (5,) Theresa (8), Nico (5), Clarissa (8) und Frederik (6) auf der Brachfläche "Am Vierberg" in Emsen, die einst ihr Spielplatz war.

Seit zwei Jahren keine Spielgeräte
Vor rund zweieinhalb Jahren wurden die Spielgeräte abgebaut und Drainagerohre verlegt, da es Probleme mit der Entwässerung gab. Seither warten die Kinder darauf, dass neue Spielgeräte kommen. "Es ist blöd, dass das hier so lange dauert, weil viele Kinder hier spielen wollen und auf Spielgeräte und Klettergerüste warten", sagt Clarissa (8).

Kein Verständnis für Verzögerung
Der Spielplatz "Am Vierberg" sollte der erste Spielplatz der Gemeinde Rosengarten sein, der nach dem neuen Spielplatzkonzept überarbeitet wird, weitere sollen folgen. Jeder Spielplatz soll seinen eigenen Charakter erhalten und sich von den anderen Spielplätzen abheben. In Emsen soll das Motto "Klettern im Wald" lauten. Rund 55.000 Euro hat die Gemeinde dafür bereitgestellt (das WOCHENBLATT berichtete).
Bislang verläuft der Start aber sehr holprig. Die Eltern sind wegen der Verzögerung auf Zinne. "Wir haben kein Verständnis mehr. Mittlerweile ist das Unkraut hier größer als unsere Kinder", sagt Daniel Lyko. "Wir brauchen hier nichts Hochtrabendes. Den Kindern ist es egal, wie der Platz aussieht. Eine größere Rutsche, als man im Garten hat, eine schöne Schaukel - das reicht doch schon. Hauptsache, die Kinder können wieder spielen", ist Lyko überzeugt.

Ausweichen nach Nenndorf
Eine Wippe wäre noch gut, findet Nico. Clarissa und ihr Bruder wünschen sich ein Klettergerüst, einen Stamm zum Turnen oder eine Seilbahn. "Früher waren wir ganz oft hier", berichtet Clarissa. "Wenn wir jetzt zusammen spielen wollen, müssen wir das im Garten machen oder auf der Straße." Während der Spielplatz in Emsen von den Kindern allein besucht werden konnte, müssen die Eltern ihre Kinder jetzt nach Iddensen oder Nenndorf bringen, wenn sie auf den Spielplatz wollen.

"Letztes Jahr hieß es: Dieses Jahr geht es los. Gerade jetzt wäre es schön gewesen, wenn die Kinder hier draußen spielen könnten", sagt Lyko. Den Spielplatz zum Winter aufzubauen, sei einfach nur sinnfrei. Aber natürlich immer noch besser, als gar keinen Spielplatz zu haben.

Spielplatz im Herbst fertig?
Laut erstem Gemeinderat Carsten Peters läuft jetzt die Ausschreibung für den Spielplatz. Politik und Verwaltung möchten den Spielplatz schnell umsetzen: Der Auftrag könne direkt vergeben werden, wenn er innerhalb der beschlossenen Kosten bleibt. "Der Aufbau soll noch in diesem Jahr erfolgen", sagt Carsten Peters. "Unser Ziel ist es, dass der Spielplatz im Herbst fertig ist."

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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