Aufruf: Freilichtmuseum am Kiekeberg sucht Kleidung aus den 1940ern
Zeitreise in die Nachkriegszeit

Torsten Riebesel sucht historische Kleidung für 
die Gelebte Geschichte 1945
  • Torsten Riebesel sucht historische Kleidung für
    die Gelebte Geschichte 1945
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as. Ehestorf. Das Leben der einfachen Leute früher - im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Am Kiekeberg 1) in Ehestorf ist es erfahrbar. Die Darsteller der Gelebten Geschichte zeigen den normalen Alltag, der so nicht in den Geschichtsbüchern steht.
Eine Zeitreise in die direkte Nachkriegszeit ist die Darstellung der neuen Gruppe Gelebte Geschichte 1945, die ab diesem Jahr im Freilichtmuseum zu sehen ist. Für diese Darsteller sucht das Museum noch Kleidung aus den 1940er Jahren.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Gelebten Geschichte 1945 zeigen, wie ostpreußische Flüchtlinge 1945 in einer Notunterkunft ihr Leben meistern. Sie kochen ein spärliches Mahl im Freien auf der Kochhexe und tragen dabei Kleidung, die sie aus dem „alten Leben“ retten konnten.
„Wir möchten zeigen, was Flucht und Vertreibung für den Einzelnen bedeutete und wie die Menschen ihr neues Leben aufbauten“, sagt Torsten Riebesel, Koordinator der Gelebten Geschichte. Dazu forscht das Freilichtmuseum in historischen Quellen wie Akten und Zeitzeugen-Berichten, Tagebüchern und Dokumentarfilmen.
„Uns fehlt vor allem noch Kleidung aus der Zeit – von Schuhen über Hosen, Schürzen und Hüten. Alles darf gern genutzt aussehen, das war normal in der Notzeit.“ Holzschuhe oder solche mit genagelten Ledersohlen, Strumpfhalter oder alte Wintermäntel, das Museum braucht Alltagsgarderobe für jede Jahreszeit, für Kinder und Erwachsene und für jede Größe. „Und schließlich“, sagt Torsten Riebesel, „können wir auch Kleidung aus den 1920ern und 1930ern gebrauchen. Sie wurde gerade in Notzeiten getragen, bis sie auseinanderfiel.“
Die neue Darstellergruppe Gelebte Geschichte 1945 zeigt authentisch die Lebenssituation dieser Zeit: Not und Improvisation, den Neuanfang von Flüchtlingen und Vertriebenen, das Leben in Notunterkünften oder Einquartierungen, aber auch die allmähliche Verbesserung der Umstände bis zum Wirtschaftswunder. Kaffee aus gerösteten Eicheln, Tabak verarbeiten – Selbstversorgung aus dem Notgarten und Tauschhandel … Besucher sehen den Alltag in der Nachkriegszeit und kommen mit den Darstellern ins Gespräch.
Die Idee der so genannten „Living History“ stammt aus den angelsächsischen Ländern, Skandinavien und den Niederlanden. Seit 2004 ist das Projekt Gelebte Geschichte ein fester Bestandteil des Programms im Freilichtmuseum.
Zu sehen ist die Gelebte-Geschichte-Gruppe am 9. Juni, 11. August, 14. und 15. September, 20. Oktober und 17. November in der Nissenhütte im Freilichtmuseum am Kiekeberg.
• Wer Kleidung aus den 1940er Jahren abzugeben hat, meldet sich unter 040-79017619 oder gelebtegeschichte@kiekeberg-museum.de.

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