Gemeinde Rosengarten plant in den nächsten vier Jahren zahlreiche Tiefbaumaßnahmen
11 Mio. Euro für die Straßen

Der Dangersener Weg in Emsen ist stark sanierungsbedürftig und soll 2020/2021 ausgebaut werden. Rund 244.000 Euro plant die Gemeinde dafür ein Fotos: as (2)/mi (1)
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  • Der Dangersener Weg in Emsen ist stark sanierungsbedürftig und soll 2020/2021 ausgebaut werden. Rund 244.000 Euro plant die Gemeinde dafür ein Fotos: as (2)/mi (1)
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as. Nenndorf. Das wird ein dicker Posten im Doppelhaushalt 2020/2021: Die Gemeinde Rosengarten packt ihre Straßen an. Bis 2024 sind rund 30 Tiefbaumaßnahmen geplant. Dafür muss die Gemeinde über 11 Millionen Euro investieren. Allein in den nächsten zwei Jahren sollen acht Straßen saniert oder ausgebaut werden.
Laut Erstem Gemeinderat Carsten Peters gibt es mehrere Ursachen für diesen Investitionsstau. "Straßensanierungen waren ausbaubeitragspflichtig, was zu einer gewissen Zurückhaltung bei der Durchführung von Sanierungen beigetragen hat", begründet Peters. Nach Aufhebung der Ausbaubeitragssatzung sei der Etat für Straßensanierungen chronisch unterfinanziert. Zudem stehe der Gemeinde personell nur eine Tiefbau-Ingenieurstelle zu Verfügung, die zurzeit nicht besetzt ist.
Auch die Preissteigerungen im Tiefbau machen der Gemeinde zu schaffen. "In den letzten Jahren hat sich die Situation verschärft, da die Mittel für die Straßensanierung nicht angehoben wurden, sondern der Etat im letzten Haushalt sogar um ein Drittel gekürzt wurde", sagt der Erste Gemeinderat. Statt der im Straßenkataster 2009 empfohlenen 300.000 bis 500.000 Euro für die Straßenunterhaltung pro Jahr standen in den vergangenen Haushaltsjahren lediglich 200.000 Euro jährlich zur Verfügung. Flankierend führten die hohen Anforderungen durch das Vergaberecht und die umfangreichere Einbindung der Anrainer zu einer stärkeren Beanspruchung der Ingenieurleistungen der Planungs- und Ingenieurbüros, ohne dass sich deren Kapazitäten nachhaltig erhöht hätten. Des Weiteren ist die Tiefbaubranche stark ausgelastet und die Durchführung kleinerer Maßnahmen werde immer schwieriger, so Peters.
Der Erste Gemeinderat betont: "Trotzdem ist es allein in den beiden letzten Jahren gelungen, die Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen und Straßen, wie z.B. die Neu Eckeler Straße (Eckel), Am Grassol (Sottorf) und Hohlredder (Ehestorf), zu erneuern, die P+R-Anlage Klecken zu errichten, diverse Wirtschaftswege und Regenrückhalteeinrichtungen abschnittsweise zu sanieren und bei dem Umbau der Hauptstraße Sieversen mit dem Landkreis die Verkehrssituation zu verbessern."
Zu den Straßen, die derzeit besonders sanierungsbedürftig sind, gehört der Dangersener Weg in Emsen. Der Ausbau des Dangersener Wegs war ursprünglich im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms Emsen geplant worden, doch für seinen Ausbau gibt es keine Fördermittel. Der Wirtschaftsweg (410 Meter lang, 3,10 Meter breit) ist in einem schlechten Zustand. Da er als äußere Erschließung für den Geltungsbereich des Bebauungsplans "Dangersener Weg" dient, ist laut Verwaltung der Ausbau "dringend notwendig". 2020 soll der Ausbau erfolgen, insgesamt rund 244.000 Euro plant die Gemeinde dafür ein.
Außer dem Dangersener Weg stehen der Waldweg in Vahrendorf und der Erikaweg in Iddensen als "besonders sanierungsbedürftig" ganz oben auf der Prioritätenliste. Ferner stehen die Erschließungsstraßen für das Gewerbegebiet Nenndorf (An der Autobahn) und das Neubaugebiet Grotesche Heide (beides Neubau) an. Zu den größeren Posten im Doppelhaushalt 2020/2021 gehört auch der Ausbau der Straße "Im Dorfe" in Leversen. Für die Ausschreibung plant die Verwaltung im Haushalt 2020 50.000 Euro ein, für den Ausbau werden 2021 1 Million Euro eingeplant. 550.000 Euro hält die Gemeinde für den Ausbau des Vaenser Wegs in Eckel bereit, der ebenfalls 2021 erfolgen soll. Weitere geplante Maßnahmen sind "Am Hamboken" (Emsen-Langenrehm), Brandheide (Sottorf) und der Schwarze Weg (Sieversen).
Die Verwaltung muss in den kommenden zwei Jahren aber nicht nur die Straßen anpacken. "Hohe Priorität hat auch der behindertengerechte Umbau der Bushaltestellen, die Anpassung der Regenwasserkanalisation, die Optimierung der Fahrradabstellflächen (u.a. am Bahnhof Klecken) und die Verbesserung der Situation an Bushaltestellen (Wartehäuschen)", sagt Carsten Peters.

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Anke Settekorn aus Jesteburg

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