700 Parkplätze im Landschaftsschutz - Ehestorfer Ortsrat im Streit mit dem Wildpark Schwarze Berge

Blick auf Autos: Dieses Bild verärgert Anwohner der Alvesener Straße in Ehestorf
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Blaulicht
Der Experte begutachtet den Sprengkörper auf dem Acker in Balje

Gefahr durch Kriegsmunition
Sprenggranate auf Acker in Balje gefunden

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  • Nordkehdingen
  • 11.08.20

mi. Ehestorf/Vahrendorf. Pläne des Wildparks Schwarze Berge, auf ca. drei Hektar Fläche an der Straße „Am Wildpark“ Parkmöglichkeiten für Autos zu schaffen, sorgen derzeit für dicke Luft in Rosengarten. Vor allem im benachbarten Ehestorf sträuben sich Bevölkerung und Politik gegen das Projekt. Eine Lösung scheint dabei schwierig.Denn für viele Ehestorfer sind die Parkplatz-Pläne offenbar nur der Anlass, nicht aber der Grund des Protests. Sie fühlen sich schlicht durch den Reiseverkehr zum Wildpark über Gebühr belastet.
Bisher ist das Zuwegekonzept so geregelt, dass die Anfahrt zum Wildpark durch den Ort Ehestorf über die Ehestorfer Dorfstraße und die Abfahrt über die Straße Sandbarg über den Nachbarort Vahrendorf erfolgt. Das Ziel: Die Verkehrsbelastung gleichmäßig auf beide Orte zu verteilen. „Das funktioniert nicht“, sagt Hans-Joachim Prigge, der direkt an der Anfahrtsroute wohnt. Der Grund sei, dass trotz der Beschilderung viele Parkgäste den Weg zurück nehmen, den sie gekommen sind. Auch wer sich auf das Navigationsgerät verlasse, werde meist über Ehestorf geschickt. „Der Wildpark liegt in Vahrendorf, aber Ehestorf muss die Verkehrslast tragen“, Prigge spricht aus, was offenbar viele Betroffene denken. Jetzt scheint die ohnehin schon nicht ganz einfache Situation durch einen neu geplanten Parkplatz in einen handfesten Streit zu münden.
Hintergrund: Der Wildpark hat mehrere Grundstücke, insgesamt rund sieben Hektar, zwischen den Straßen Am Wildpark und Ehestorfer Heideweg für mehrere 100.000 Euro erworben. Auf drei Hektar sollen jetzt rund 700 neue Parkmöglichkeiten entstehen.
Geplant ist demnach, dass die Wiesen dort genutzt werden, wenn zu Stoßzeiten alle anderen Plätze belegt sind. Allerdings: Das Areal befindet sich im Landschaftsschutzgebiet. Für manchen offenbar der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. „Viele Anwohner gehen hier gerne spazieren und genießen den Weitblick. Mit dem Parkplatz verschandelt dann regelmäßig eine ‚Blechlawine‘ die Landschaft“, sagt Hans Joachim Prigge. Zusätzlich zum Verlust einer attraktiven Naherholungsfläche, befürchten viele Betroffene allerdings auch eine Steigerung des Verkehrs. „Mehr Parkplätze bedeuten auch mehr Autos“, so Klaus Meyer-Greve, Ortsbürgermeister von Ehestorf und Alvesen. Der Ortsrat Ehestorf habe sich deswegen gegen die Parkplätze ausgesprochen.
Ginge es nach Klaus Meyer-Greve sollten die Parkplätze möglichst raus aus dem Ort. Die Idee: Wildpark und Kiekeberg teilen sich zentrale Stellflächen am Ortsrand, ein Shuttle-Service bringt die Gäste zu den Attraktionen. Für Wildpark-Chef Arne Vaubel eine weltfremde Vorstellung - selbst wenn man die Kosten außen vor lässt. Vaubel: „Unsere Gäste wollen den Park bequem erreichen. Solche Lösungen akzeptieren Touristen nur bei einzigartigen Attraktionen. Wir stehen aber in Konkurrenz mit ähnlichen Angeboten in der Region.“ Der Wildpark-Chef widerspricht der Vermutung, der Verkehr nehme zu. Vaubel: „Wir verzeichnen seit 2003 mit Schwankungen ungefähr dieselbe Besucherzahl von zwischen 300.000 und 350.000 pro Jahr.“
Die Parkflächen sollten auch nicht dauerhaft genutzt werden. „Wir sprechen von ungefähr fünf Tagen im Jahr.“ Es werde auch kein Parkplatz gebaut, sondern lediglich eine befestigte Einfahrt zu den Flächen geschaffen. Um den Anwohnern entgegen zu kommen habe er vorgeschlagen, die Flächen zum Ort hin zu begrünen. Das sei aber abgelehnt worden. Vaubel: „Wenn die Leute lieber ihren Weitblick behalten und dafür ab und an auf Autos gucken wollen, akzeptieren wir das auch.“ Um einen Kompromiss zu finden, hat Bürgermeister Dirk Seidler jetzt eine informelle Arbeitsgruppe eingerichtet. Ein Vorschlag dort: Die vorhandenen Flächen am Wildpark optimieren, damit weniger Parkmöglichkeiten neu geschaffen werden müssen. Doch bisher konnte sich nach WOCHENBLATT-Information noch keine Seite für diese Lösung erwärmen.

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