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Billiglösung oder Luxusplanung?

Aus der Abteilung "Wissen"

Der Rathausvorplatz ist Thema im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Rosengarten

as. Nenndorf. Wie soll der neue Rathausvorplatz aussehen? Über die Neugestaltung des Vorplatzes berät der Bau- und Planungsausschuss am Dienstag, 19. Februar, um 19 Uhr im Rathaus der Gemeinde Rosengarten (Bremer Straße 42) in Nenndorf.
In drei Workshops haben Bürger im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Daniel Lichtenstein und seinem Team ihre Vorstellungen für den Vorplatz des neuen Rathauses enwickelt (das WOCHENBLATT berichtete). Angesichts der hohen Kosten von geschätzten 670.000 Euro erbat sich die Politik Bedenkzeit, um das weitere Vorgehen in den Fraktionen zu beraten. Im Haushalt bereitgestellt sind 350.000 Euro.
Der Verwaltungsausschuss (VA) hat in der Zwischenzeit den Landschaftsarchitekten beauftragt, einen neuen, kostengünstigeren Entwurf vorzulegen, den er jetzt dem Gremium präsentiert. Laut Vorlage würden sich die Baukosten (ohne Honorar) von rund 558.000 Euro auf etwa 434.000 Euro reduzieren. Der VA hatte sich dafür ausgesprochen, das Budget für den Vorplatz um 200.000 Euro auf 550.000 Euro aufzustocken. Dieses Budget könnte mit dem Entwurf eingehalten werden.
Das sagen die Fraktionen zum Rathausvorplatz: "Die Frage ist, was denn für die ursprünglich vorgesehenen 350.000 Euro machbar ist und wie relevant der Einsatz von 200.000 Euro Mehrkosten ist. Wenn es so gewollt ist, und wir das Geld dafür haben, gut. Auf uns kommen aber noch ganz andere Ausgaben zu, z.B. was die Kita-Gebühren angeht. Ich bin gespannt auf die Diskussion", sagt Klaus-Wilfried Kienert, Vorsitzender der Gruppe SPD/UWR.
Die AWR-Fraktion möchte eine Erhöhung des Budgets vermeiden. "Wir haben 350.000 Euro für den Vorplatz bereitgestellt, das ist ein Betrag, der für einen Platz in dieser Größenordnung eigentlich auskömmlich ist", sagt der AWR-Vorsitzende Jürgen Grützmacher. "Das Rathaus ist schon deutlich teurer geworden als ursprünglich geplant - eine weitere Erhöhung der Kosten lässt sich dem Bürger nicht mehr verkaufen!" Grützmacher spricht sich dafür aus, nach weiteren Einsparungsmöglichkeiten zu suchen.
Die Gruppe CDU/FDP würde eine Erhöhung des Budgets mittragen, "wenn auch mit Bauchschmerzen", wie der Vorsitzende Maximilian Leroux sagt. Zwar werde der Vorplatz deutlich teurer als ursprünglich geplant, aber die Ideen seien unter der Beteiligung der Bürger entwickelt worden. Deshalb werden CDU und FDP den Entwurf unterstützen.
Volkmar Block, Vorsitzender der Gruppe Grüne/Linke, geht noch einen Schritt weiter: "In der Planung sollten sich möglichst viele Elemente der Bürger wiederfinden", sagt Block. "Sie haben sich eingebracht, dann sollten wir ihre Wünsche berücksichtigen - auch wenn es dadurch noch teurer wird." Das Rathaus und der Vorplatz würden den Ort und die Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte prägen, eine "Billiglösung" sei keine Option. Die AfD-Fraktion wollte sich vor der Beratung nicht zum Rathausvorplatz äußern.
Weiterhin berät das Gremium über den Bebauungsplan für „Eckel, Eichenstraße-Süd" sowie einen neuen B-Plan für Neu-Eckel.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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