Die Entwicklung Rosengartens überprüfen

Die ersten Arbeiten wurden begonnen: In Vahrendorf am Sportplatz werden sechs Bauplätze geschaffen
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Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Donnerstag, 31. Januar

as. Nenndorf. Entwickelt sich die Gemeinde Rosengarten so, wie es im Zukunftskonzept festgehalten ist? Das wollen die Gruppen CDU/FDP und Bündnis90/Die Grünen/Die Linke von Bürgermeister Dirk Seidler erfahren. Sie beantragen im Bau- und Planungsausschuss am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr im Rathaus (Bremer Straße 42) in Nenndorf die Schaffung einer Datenbasis, mit der die Entwicklung der Gemeinde dokumentiert und überprüft werden kann.
Dafür hat ein parteiübergreifender Arbeitskreis, in dem auch Parteimitglieder außerhalb der gemeindlichen Gremien mitgearbeitet haben, Kriterien und Kennzahlen zu Themenbereichen wie Bevölkerung, Siedlung und Wohnen, Wirtschaft, Bildung, Verkehr, Freizeit oder Klimaschutz entwickelt. Unter anderem möchten die Politiker wissen, wie viele Bauanträge je Ortschaft gestellt werden, wie viel Ein- und Mehrfamilienhäuser es gibt, wie viel Gewerbetreibende und Arbeitnehmer in Rosengarten gemeldet sind, wie viel Kinder in Krippen und Kitas betreut und angemeldet werden, wie die Busse genutzt werden oder wie hoch der Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude ist.
"Das ist jetzt der erste Schritt. Wir wollen damit erst mal in die Diskussion gehen, schauen, was wollen wir? In welchem Umfang? Wir wollen einfach sehen, was wir bis jetzt erreicht haben", sagt Maximilian Leroux, Vorsitzender der Gruppe CDU/FDP. "Die Ziele des Zukunftskonzeptes sollen so mit der tatsächlichen Entwicklung abgeglichen werden." Das Ziel sei schließlich, die Gemeinde entsprechend den Vorgaben des Zukunftskonzeptes zu entwickeln. "Wenn man Zahlen hat, ist das Steuern einfacher, als wenn man so gar keinen Ansatz hat", so Leroux.
Volkmar Block, Vorsitzender der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke wird deutlicher: "1974 gab es schon einmal ein Zukunftskonzept, da hat aber nie jemand reingeguckt. Das wollen wir beim neuen Zukunftskonzept ändern, schließlich wurde das mit hohem Aufwand gemeinsam mit den Bürgern entwickelt." Einmal im Jahr die Entscheidungen anhand von Kennzahlen zu überprüfen, schafft Transparenz, ist Block überzeugt. "Wenn wir dann z.B. dabei festellen, dass zuviel Wohnbebauung geplant wurde, dann müssen wir halt auch mal auf die Bremse treten, um das Ziel, zwei Prozent Bevölkerungswachstum, zu halten." Dabei geht es aber nicht nur um Wohnraum und Bevölkerungswachstum, betont Block, sondern auch hinsichtlich Klimaschutz, Kinderbetreuung oder Verkehr sei die Entwicklung der Gemeinde zu überprüfen.
"Natürlich müssen wir drauf gucken, ob die Entwicklung richtig läuft oder nicht", sagt Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler. Aber um die Entwicklung der Gemeinde hinsichtlich des Zukunftskonzeptes überprüfen zu können, sei ein Zeitraum von fünf Jahren sinnvoll. "Nur dann kann man Veränderungen und Entwicklungen auch darstellen", so Seidler. Er sieht ein weiteres Problem: "Die Datenbasis ist in dieser Form mit dem bestehenden Personal nicht zu leisten. Das sind umfangreiche Aufgaben, die viel Zeit kosten. Dafür haben wir derzeit keine Mitarbeiterstunden zur Verfügung."
Weiterhin auf der Tagesordnung stehen der Bebauungsplan "Emsen, Dangersener Weg", die 42. Änderung des Flächennutzungsplans, Brückensanierung, Straßenbau und der Haushalt.

Das Zukunftskonzept Rosengarten 2030

Die Gemeinde Rosengarten soll ihren ländlichen Charakter erhalten, hohe Lebensqualität für alle Generationen bieten und ihre Wirtschaftskraft stärken. Das war das Ergebnis des Zukunftskonzeptes 2030, das 2016 vom Gemeinderat beschlossen wurde.
Durch Haushaltsbefragungen und in Workshops gaben die Rosengartener vor, wie sich ihre Gemeinde in den nächsten fünfzehn Jahren entwickeln soll. Zu den Zielen gehören z.B. ein Bevölkerungswachstum von zwei Prozent bis 2030 oder die Schaffung von Wohnraum für Senioren. Das Zukunftskonzept steht unter www.gemeinde-rosengarten.de/zukunftskonzept-rosengarten-2030/ zum Lesen bereit. 

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