Klimaschutzkonzept-Kooperation aus Kostengründen

Manfred Koch von der Gemeinde Neu Wulmstorf stellte die Überlegungen zum gemeinsamen Klimaschutz vor
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Rosengarten und Neu Wulmstorf wollen gemeinsam ein günstiges Schnellkonzept erstellen

mi. Rosengarten. Umdenken in Sachen Klimaschutz, das will auch die Gemeinde Rosengarten. Wie in anderen Kommunen, plant man dort die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Allerdings nicht allein. Die Gemeinde will bei der Mission Klimaschutz eine Kooperation mit dem großen Nachbarn Neu Wulmstorf eingehen. Gemeinsam wollen beide Kommunen ein Schnell-Klimaschutzkonzept auf den Weg bringen. Größter Anreiz ist dabei, eine möglichst sparsame Lösung zu finden.
Klimaschutzkonzept ja, aber nicht so teuer, wie in anderen Kommunen. Das war im Sommer 2012 das Ergebnis einer Sitzung des Umweltausschusses in Rosengarten. Dort hatte der damalige Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Harburg, Oliver Waltenrath, Politik und Verwaltung dargelegt, dass ein tragfähiges Konzept um die 100.000 Euro kosten würde. In Rosengarten hatte man mit einem Bruchteil der Kosten gerechnet. (DAS WOCHENBLATT berichtete.) Ähnlich ging es wohl der Nachbarkommune Neu Wulmstorf. Jetzt wollen beide Gemeinden zusammen ein Klimaschutzkonzept erarbeiten, das mit nicht mehr als 10.000 Euro zu Buche schlagen soll.
Im Planungsausschuss in Rosengarten stellte Neu Wulmstorfs Klimaschutzbeauftragter Manfred Koch jetzt die Eckpunkte auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept vor. Geplant ist, die Fertigstellung eines sogenannten Schnell-Konzepts bis Ende 2014. Für die Durchführung des Vorhabens werden die Gemeinden die Firma Target GmbH beauftragen. Das Unternehmen mit Sitz in Hannover ist ein privater Dienstleister, der sich u.a. auf die Erstellung von Klimaschutzkonzepten spezialisiert hat.
Die Zusammenarbeit der Gemeinden soll durch einen Arbeitskreis, in dem jeweils die Mitglieder der Parteien sowie Verwaltungsmitarbeiter vertreten sind, vorangetrieben werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei vor allem beim Einsparen von Energie, zum Beispiel bei der Beleuchtung, Gebäudeheizung etc. Auch die Förderung umweltfreundlicher Mobilität, Stichwort Radwegebau, soll zur Sprache kommen. Manfred Koch betonte außerdem, dass Vereine und Schulen mit ins Boot geholt werden müssen.
Bürgermeister Dietmar Stadie zeigte sich zufrieden mit der angepeilten Kooperation: „Ich finde es prima, dass beide Gemeinden bei dem Konzept zusammenarbeiten.“
Kritik gibt es allerdings von den Grünen: „Als viel zu wenig“ bezeichnete Dr. Stefan Lübben das Schnellkonzept gegenüber dem WOCHENBLATT. Ebenfalls unzufrieden zeigte er sich mit der mangelnde Beteiligung der Bürger. „Die gelegentliche Beiladung einzelner Vertreter aus Vereinen ist bei so einem weitreichenden Thema bei Weitem nicht genug, so Lübben.

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