Lärmschutzwand: Bahn will bis zu 550.000 Euro in Schallschutz rund um den Bahnhof Klecken investieren

mi. Klecken. Die Einwohner von Klecken haben die Möglichkeit, am Bahnhof eine Lärmschutzwand für lau zu bekommen - und dazu auch noch eine kräftige Förderung für passive Schallschutzmaßnahmen.
Insgesamt will die Deutsche Bahn rund um den Bahnhof Klecken 550.000 Euro in Lärmschutzmaßnahmen investieren.
Hintergrund: Der Bund stellt der Deutschen Bahn in diesem Jahr 140 Millionen Euro für nachträglichen Lärmschutz zur Verfügung. Der Klecker Bahnhof sei in das Programm der Bahn aufgenommen worden, weil im Zuge der geplanten Y-Trasse zu erwarten sei, dass dort die Zahl von derzeit 180 Zügen pro Tag bis 2025 auf rund 280 ansteige. Davon ca. 80 Güterzüge, erklärte Gerhard Wanke, von der DB Projekt Bau, der die Pläne der Bahn auf einer Versammlung in Klecken vorstellte.
Demnach sei angedacht eine 410 Meter lange und drei Meter hohe Lärmschutzwand zu errichten. Die Wand soll entlang der alten Rübenverladestraße bis kurz hinter den Bahnhof verlaufen. Außerdem will die Bahn passiven Lärmschutz für Häuser, die nach 1974 gebaut sind, mit 75 Prozent fördern. Für Maßnahmen an älteren Immobilien muss die Bahn laut Wanke nach aktueller Rechtslage nicht aufkommen.
Kurioserweise waren viele der direkt an den Gleisen wohnenden Eigentümer der Hainbuchensiedlung aber nicht begeistert von der Lärmschutzwand. Lieber ertrage man den Krach, als ständig auf eine Wand zu starren, so der Tenor. Außerdem besteht bei den Kleckenern große Sorge, das der Wall, wie häufig zu sehen, schnell zu einer Wand für Sprayer wird. Wer entfernt die Schmierereien dann? „Da muss dann die Gemeinde ran, wir können das nicht leisten“, sagte dazu Gerhard Wanke.
Wie geht es jetzt weiter? Die Gemeinde wird in den nächsten Wochen eine Stellungnahme bei der Bahn einreichen und sich für oder gegen die Wand aussprechen. Bei einem positiven Votum wäre ab 2016 mit dem Baubeginn zu rechnen.

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