Lebensgefahr auf dem Spielplatz? Gemeinde entfernt Rutsche wegen fast 20 Jahre alter EU-Norm

mi. Klecken. Bürger in Klecken, die den Spielplatz in der Hans-Eidig-Straße nutzen, sind enttäuscht: Die Rutsche ist aus ihrer Verankerung gerissen und umgelegt worden. Kinder machten traurige Gesichter, Eltern schimpften auf Randalierer. Doch dann kam heraus: Die „Vandalen“ sitzen in der Gemeindeverwaltung.
Die Rutsche wurde vom Bauhof erst umgelegt und lag dann wochenlang ungesichert auf dem Spielplatz bis sie abgeholt wurde. Ersatz ist bis heute nicht da.
Der Grund für die Aktion ist eine EU-Norm aus dem Jahr 1997, die das beliebte, betagte aber ansonsten voll funktionsfähige Spielgerät nicht mehr erfüllte. Es geht um den Abstand der Leitersprossen. Die Norm legt fest: Die Geräte müssen so konstruiert sein, dass es zu keinen gefährlichen Fangstellen für Kopf, Körper oder Kleidung kommt. Mit einem Sprossenabstand von etwa 30 Zentimetern erfüllte die Rutsche in Klecken die Norm nicht. Im Rathaus sah man deswegen offenbar nach fast 20 Jahren akuten Handlungsbedarf und neutralisierte das „lebensgefährliche“ Spielgerät kurzerhand.
Dieser kopflose Sicherheitsaktionismus verärgert viele Eltern: Günstiger wäre es sicher gewesen, anstatt einer neuen Rutsche - die hoffentlich kommt - einfach einen Schutz anzubringen, der das Problem löst, so der Vorwurf. Den greift auch Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher auf. „Hätte die Gemeinde mit dem Ortsrat gesprochen, hätte es sicher eine kostengünstigere und bürgerfreundlichere Lösung gegeben.“ Die gibt offenbar in der Tat. Denn in der Nachbarkommune Buchholz hat man damals laut Pressesprecher Heinrich Helms die Krux mit der Brüsseler „Durchrutsch-Norm“ kostengünstig durch das Anschrauben einer Platte hinter den Leiterstufen gelöst.
Wer in der Verwaltung verantwortlich ist, ließ sich nicht feststellen. Bürgermeister Dirk Seidler: „Ich kann mich nicht mit jeder Rutsche in Rosengarten beschäftigen.“

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