Nach Ausschusssitzung
Rosengarten als Schulstandort: Die Tendenz geht zur IGS

lm. Nenndorf. Bleibt die Gemeinde Rosengarten weiterhin eine Oberschule oder wird der Schulstandort zu einer IGS umstrukturiert? Mit dieser Frage setzte sich am vergangenen Dienstag der Ausschuss für Kinderbetreuung, Schule, Bildung und Kultur der Gemeinde auseinander. Hintergrund sind dabei die sinkenden Schülerzahlen, das "Ausbluten" der Oberschule (OBS) wird befürchtet (das WOCHENBLATT berichtete).

"Rosengarten muss sich als Schulstandort mit verändern dürfen", erklärt OBS-Schulleiter Oliver Wozniok. Er fühlt sich bei den Diskussionen, die im Kreistag über die Schulen des Landkreises geführt werden, schlichtweg übergangen.
Wenn überall im Landkreis neue IGS-Standorte entstehen, muss auch Rosengarten mitziehen, dieser Meinung ist auch Bürgermeisterkandidat Thomas Mehlbeer. Ausschussvorsitzender Arne Diercks von der CDU plädiert ebenfalls für den Erhalt des Schulstandortes, wenngleich er auch die Vorteile einer OBS sieht. "Eine OBS würde für Vielfalt in unserer Schullandschaft sorgen", erklärt der Christdemokrat. Gegen die Weiterentwicklung hin zu einer IGS würde er sich allerdings auch nicht wehren.

Auch die SPD sieht dringenden Handlungsbedarf im Bereich des Schulerhalts. In einem Antrag forderte die Fraktion nun im Ausschuss, dass Gemeindebürgermeister Dirk Seidler und die Kreistagsabgeordneten der Gemeinde beim Landkreis Harburg die Problematik noch einmal verdeutlichen. Der einstimmige Beschluss des Antrags zeigt deutlich auf, wie wichtig der Schulstandort Rosengarten für die Gemeinde ist.
Auch Bürgermeister Seidler selbst spricht sich klar für den Erhalt einer weiterführenden Schule in der Gemeinde aus. Dabei tendiert eher zu einer IGS als zum Erhalt der OBS. "Das ist ganz einfach auch der Bürgerwille", erklärt er.

Ähnliche Stimmen kommen auch aus den Parteien. Thomas Müller von den Grünen erinnert daran, dass sich seine Partei bereits 2013 für einen IGS-Standort in Rosengarten einsetzte, letztendlich erhielt damals Seevetal den Zuschlag für eine Gesamtschule. Jürgen Grützmacher von den Aktiven Wählern Rosengarten (AWR) spricht sich deutlich für eine IGS in Nenndorf aus, wenn auch als Zusammenschluss mit einer anderen IGS. Das Schulgebäude in Nenndorf könnte dann als Außenstelle fungieren, so der Vorschlag der AWR. Einigkeit herrscht bei der Thematik auf allen Ebenen, sowohl die unterschiedlichen Parteien als auch die Verwaltung sprechen sich stark für den Erhalt einer weiterführenden Schule in Nenndorf aus. Die Argumente leuchten ebenfalls ein. Allen voran würden durch das Angebot einer weiterführenden Schule in der Gemeinde Kosten in der Schülerbeförderung eingespart werden.

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Jetzt den Schritt machen

Das viel zitierte "Ausbluten" der Oberschule in Nenndorf muss dringend verhindert werden. Eine Gemeinde mit der Größe von Rosengarten, noch dazu in dieser Lage, mit direkter Anbindung an die Hansestadt Hamburg. Und dann kann man den Schülern keine Möglichkeit bieten, weiter dort zur Schule zu gehen. Da von vielen Eltern das Modell einer IGS bevorzugt wird, muss sich auch der Schulstandort Rosengarten mit entwickeln, so wie es Schulleiter Oliver Wozniok fordert. Weiterhin auf eine Oberschule zu setzen und früher oder später festzustellen, dass der Schulzweig aufgrund rückläufiger Schülerzahlen nicht zu halten sein wird, wäre in meinen Augen ein Fehler. Der Schritt in Richtung einer IGS wäre jetzt wichtig, um auch das Gebäude in Nenndorf zu halten. Auch der Landkreis würde als Schulträger vom Erhalt einer weiterführenden Schule in Nenndorf profitieren und Kosten im Bereich der Schülerbeförderung einsparen.

Dirk Seidler stellt sich erneut zur Wahl
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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