Rosengarten legt nach

Mit Rathausvorplatz und Feuerwehrhaus kommen einige Kosten auf die Gemeinde zu
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

Erster Nachtragshaushalt 2019: Höhere Steuereinnahmen, aber auch steigende Investitionen

as. Nenndorf. Einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt legte Kämmerer Lorenz Thiel jüngst dem Finanzausschuss vor. "Wir sind zufrieden mit dem ersten Nachtragshaushalt 2019", freut sich der Erste Gemeinderat Carsten Peters. "Wenn man sich vorstellt, dass wir keine einzige Investition aufgegeben und zusätzlich das neue Rathaus gebaut haben, ist das ein sehr gutes Ergebnis", so Peters. Unter anderem sei dies auf die Steuereinnahmen zurückzuführen, die deutlich besser als gedacht ausfielen.
Über rund 840.000 Euro mehr an Steuereinnahmen kann sich die Gemeinde Rosengarten im Nachtragshaushalt freuen. Der Ansatz der Gewerbesteuer wird von veranschlagten 4.957.300 Euro auf 5.650.000 Euro angehoben, der Gemeindeanteil der Einkommenssteuer steigt um 150.000 Euro auf 10.170.000 Euro.
Doch auch die Ausgaben erhöhen sich im Nachtragshaushalt. 199.000 Euro will die Politik für die Instandhaltung der Brücken und Entwässerungsanlagen im Nachtragshaushalt bereitstellen. Weiterhin wurden von den Fachgremien der Umbau des Lehrerzimmers in der Grundschule Nenndorf (20.000 Euro) und eine Erhöhung der Zuschüsse für die Feuerwehr (12.500 Euro) empfohlen. Die Zuschüsse der Gemeinde für die Kindertagesstätten steigen um 88.200 Euro auf 2.393.000 Euro an.
Kräftig nachlegen muss die Gemeinde bei ihren Investitionen. Die Auszahlungen steigen im Nachtragshaushalt um über eine Million auf 7.041.400 Euro an. Darunter u.a. 200.000 Euro für den Rathausvorplatz, 200.000 Euro Planungskosten für das Gewerbegebiet "An der Autobahn" in Nenndorf und 115.000 Euro (2019 20.000 Euro, 2020 95.000 Euro) für den Anbau des Lehrerzimmers in der Grundschule Klecken. Zusätzlich investiert die Gemeinde 2019 125.500 Euro in die allgemeine Breitbandversorgung und 55.000 Euro in die Breitbandversorgung der Grundschulen. Der größte Posten sind die Mehrkosten von rund 310.000 Euro für das Feuerwehrhaus Tötensen, dessen geschätzte Gesamtkosten von ursprünglich rund 770.000 Euro auf über eine Million Euro angestiegen sind (das WOCHENBLATT berichtete). Die Kreditaufnahme wird 2019 mit 1.148.200 Euro veranschlagt. Das entspricht einer Kreditfinanzierungsquote von 16,3 Prozent.
Die Gemeinde hat den für 2018 veranschlagten Kreditbetrag noch nicht aufgenommen, derzeit liegt die pro-Kopf-Verschuldung (Stand Dezember 2018) bei 129 Euro pro Einwohner. Unter Berücksichtung der veranschlagten für 2018/2019 wird die Pro-Kopf-Verschuldung auf 312 Euro ansteigen.
Im Ergebnishaushalt steigen die Erträge und Aufwendungen um 896.300 Euro auf insgesamt 20.725.800 Euro für 2019. Es besteht ein Überschuss von 16.300 Euro. Auch in der Finanzplanung bis 2022 bestehen Überschüsse von mehreren 100.000 Euro.
Der Finanzausschuss hat den ersten Nachtragshaushalt 2019 bereits abgesegnet, jetzt steht noch der Beschluss durch den Gemeinderat aus. Der Gemeinderat tagt das nächste Mal am Donnerstag, 4. April, um 19 Uhr in Böttchers Gasthaus.

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