Weniger Autos, besserer ÖPNV

Diskutierten in der AG „ÖPNV“: Friedhelm Stradtmann (li.) und Stefan Kindermann
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Dritter Workshop im Rahmen des Zukunftskonzeptes zum Thema „Mobilität, Verkehr, Umwelt“

as. Sottorf. „Mit dem Bus kommst du nirgendwohin“, fasst der 76 Jahre alte Gustav Otte seine Erfahrungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Rosengarten zusammen. Um das zu ändern, ist der Sottorfer zum Workshop „Mobilität, Verkehr, Umwelt“ gekommen, der von der Gemeinde gemeinsam mit dem Planungsbüro „Kontor 21“ im Rahmen des Zukunftskonzeptes „Rosengarten 2030“ veranstaltet wurde. Im Gegensatz zum vorangegangen Workshop zum Thema Wohnen war die Veranstaltung mit etwa 40 Teilnehmern nur mäßig besucht.
Nach den Vorstellungen der Anwesenden soll Rosengarten im Bereich des Straßenverkehrs eine umweltfreundliche Gemeinde werden. Mit einem verbesserten ÖPNV, einem Rosengartenrad (eine Art Leihfahrrad, das ähnlich wie das Hamburger Stadtrad an verschiedenen Orten in Rosengarten ausgeliehen und abgestellt werden kann) und der für Elektroautos und -Fahrräder notwendigen Infrastruktur soll das Verkehrsaufkommen und die Umweltbelastung in der Gemeinde in Schach gehalten werden.
Stefan Kindermann vom Fahrgastbeirat und Friedhelm Stradtmann vom Landkreis Harburg diskutierten mit den Bürgern in der Arbeitsgruppe „Öffentlicher Personennahverkehr und Mobilitätsnetze“, wie der Fahrgastverkehr in Rosengarten zukünftig gestaltet werden soll. „An sich ist der ÖPNV in Rosengarten nicht der schlechteste“, sagt Friedhelm Stradtmann, der für den ÖPNV im Landkreis zuständig ist. Dennoch hat er einige Anregungen aus der Arbeitsgruppe mitgenommen. „Wir müssen den ÖPNV besser bewerben“, so Stradtmann. „Aus dem Workshop nehmen wir für den Landkreis die Wünsche nach einer Taktverdichtung, einer Ausweitung der Fahrzeiten und einer besseren Anbindung an den Bahnhof Klecken mit.“
Thies Ockelmann und Stefan Lübben machten sich Gedanken, wo und wie ein Leben in Rosengarten ohne Auto zukünftig möglich sein könnte. Dabei sprachen sie sich für eine Verdichtung und Entwicklung der schon jetzt gut angeschlossenen Ortschaften wie Nenndorf oder Klecken aus, unter anderem durch mehrgeschossigen Wohnungsbau. „Das Ziel sind weniger Autofahrten in Rosengarten, und damit weniger Parkplätze, deren Fläche wir dann für den Wohnungsbau nutzen könnten“, so Thies Ockelmann bei der Präsentation der Ergebnisse. Anreize dafür sollen durch bessere Radwege, vernünftige Unterbringungsmöglichkeiten und Ladestationen für E-Bikes und den Ausbau des Zugverkehrs geschaffen werden.
„Die vorgestellten Ideen waren interessant, nun muss man sehen, wie man die Anregungen aus den unterschiedlichen Workshops zusammenbringt“, sagt Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler.
• Der letzte Workshop für das Zukunftskonzept findet am Dienstag, 12. Januar, um 19 Uhr im Gasthaus Böttcher (Bremer Str. 44) in Nenndorf statt. Das Thema lautet dann „Wirtschaft, Arbeit und Nahversorgung“. Alle Bürger der Gemeinde Rosengarten sind eingeladen, aktiv an der zukünftigen Ausrichtung ihrer Gemeinde mitzuwirken.

Diskutierten in der AG „ÖPNV“: Friedhelm Stradtmann (li.) und Stefan Kindermann
Wie ist ein Leben in Rosengarten ohne Auto möglich? Stefan Lübben (li.) und Thies Ockelmann bei der Arbeit
Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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