Wochenendhäuser im Ortsrats-Visier

Mehr als 60 Bürger kamen zur jüngsten Ortsratssitzung in die Gaststätte „Zum Kiekeberg“ nach Ehestorf
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Wohnhausbebauung statt Wochenendhäuser? / Anwohner sprechen sich gegen Vorentwurf aus

ab. Ehestorf/Alvesen. Im gut besuchten Gasthaus „Zum Kiekeberg“ in Ehestorf verfolgten kürzlich mehr als 60 Interessierte auf der Ortsratssitzung die Diskussion über die vorgestellten Vorentwürfe der Gemeindeverwaltung zur Bebauungsplanänderung. Dabei gelang es dem Ehestorfer/Alvesener Ortsbürgermeister Klaus Meyer-Greve (SPD) nicht immer, sich Gehör zu verschaffen - vor allem zwei Vorschläge erhitzten die Gemüter der Anwesenden.
In dem ersten Vorentwurf ging es darum, die Wochenendhausbebauung am Südrand der Siedlung des „Rüderstieg“ in eine Wohnhausbebauung umzuwandeln. Die jetzigen Wochenendhäuser müssten dann abgerissen werden.

Die Anwohner sprachen sich vehement gegen eine Wohnhausbebauung auf der Fläche der Wochenendhäuser aus, die deutlich größer als die jetzigen Wochenendhäuser ausfallen würden. Auch Meyer-Greves Einwand, dass zur Nahverdichtung nur eingeschossige Häuser infrage kämen, die dem dörflichen Charakter entsprächen, konnte die Anwohner nicht umstimmen. Sie argumentierten weiter, dass auch eine Erschließung schwierig sei, denn es gebe keine direkte Zuwegung.

Einleitend hatte Meyer-Greve auf den knapper werdenden Wohnraum in der Gemeinde Rosengarten hingewiesen. An der Nordseite des „Rüderstieg“ sei eine Nahverdichtung bereits erfolgt und weiterer Wohnraum entstanden. Dies soll nun auch auf der Südseite geschehen.

Ortsratsmitglied Dr. Monika Dicke (Grüne) hatte ebenfalls Einwände. Nach ihrem Kenntnisstand müssten auf der Fläche der Wochenendhausbebauung aufgrund der Hanglage massive Häuser entstehen. Diese würden aber nicht in die Landschaft passen, gab sie zu bedenken. Nach angeregter Diskussion entschieden sich die Ortsratsmitglieder dazu, das Thema zu vertagen.

Der zweite Vorentwurf der Gemeindeverwaltung behandelte das Wochenendhausgebiet in der Straße „Am Brooken“, über das ebenfalls ein Bebauungsplan gelegt werden soll. Dieses Ansinnen weiter zu verfolgen, lehnten die Ortsratsmitglieder ab. Der Grund: Die Wochenendhäuser befinden sich im Landschaftsschutzgebiet. Dazu überschreiten einige von ihnen deutlich die zulässige Größe von 37 Quadratmetern. Häuser, die damals mit einer Genehmigung gebaut wurden, sollen - auch wenn sie größer sind als 37 Quadratmeter - durch den Bebauungsplan legalisiert werden. Solange kein Bebauungsplan vorliegt, ist es dem Landkreis möglich, hier einen Rückbau bzw. einen Abriss zu verfügen.

Trotz drohender Abrisse sprachen sich die Ortsratsmitglieder mit dem Argument, dass dort kein weiteres Wohngebiet entstehen soll, gegen den Vorentwurf aus.

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