Gentechnik - Was kommt eigentlich auf den Teller?

Ernährungstipp von Karin Maring für Juli

(nw). Karin Maring (56), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt einmal im Monat für die WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp: Aus dem Genlabor auf den Teller?
Ein immer wieder stark diskutiertes Thema ist die Gentechnik in Lebensmitteln. Zwar gelingt seit mehreren hundert Jahren die gezielte Veränderung von Lebensmittel-Eigenschaften durch Züchtungen, das Einschleusen fremder Gene jedoch erst seit 1973 auch über Arten hinweg. Das Ergebnis kann bei Nutzpflanzen eine Toleranz gegen Schädlinge und Frostbeständigkeit sein. Befürworter dieser biotechnologischen Verfahren heben Ertragssteigerungen und geringere Umweltbelastung durch Schädlingsbekämpfung hervor. Kritiker warnen vor unübersehbaren Risiken wie Allergiehäufigkeit oder Spätfolgen durch Samenverschleppung durch Insekten.
Jedoch ist frisches Obst und Gemüse in der EU derzeit gentechnikfrei. Bei Ökoprodukten ist der Einsatz von Gentechnik sogar gesetzlich verboten. Nur bei verarbeiteten Lebensmitteln sind gentechnisch veränderte Zutaten und Zusatzstoffe erlaubt.
• Wissenswertes zum Thema zeigt die Sonderschau „Aus dem Genlabor auf den Teller“ (bis zum 31. August) im Agrarium des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf. Vorträge ergänzen diese Ausstellung am 3. August.
• Tipp: Ein „unverfälschtes“ Pesto aus einem großen Bund Basilikum (alternativ Petersilie, Karottengrün oder Dill), einer Tasse kaltgepresstem Olivenöl, Knoblauch, 100g Mandeln-, Sonnenblumen- oder Pinien-Kernen selbst zubereiten. Alle Zutaten fein hacken oder pürieren, mit Zitrone und Salz abschmecken und zu Pellkartoffeln, Nudeln oder Tomatenscheiben servieren.

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