Traditionelles Schlachtfest im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Darsteller der gelebten Geschichte 1804 stellen wie früher
Grützwurst her Fotos: FLMK
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Fleischerhandwerk und Spezialitäten vom Bunten Bentheimer Schwein

as. Ehestorf. Grützwurst, Wellfleisch und Schlachtbrühe vom Bunten Bentheimer Schwein - das Freilichtmuseum am Kiekeberg begeht das traditionelle Schlachtfest wie vor 100 Jahren.
Fleischer Wolfram Siemann zeigt Besuchern das alte Handwerk und erklärt, wie er das ganze Schwein verarbeitet. Über die Schulter schauen und Fragen stellen: Beim Schlachtfest sehen Besucher, wie ein Schwein fachmännisch zerlegt wird. Sie erleben die handwerkliche Verarbeitung des Fleisches und erfahren alles rund um die Qualität und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Fleischteile. Dabei stellt der Fleischer vor ihren Augen Wurst her. Außerdem gibt es eine kleine Ausstellung zu Schlachtgeräten und einen Schlachtfilm in der Museumsbrennerei.
Bei einem winterlichen Rundgang über das Museumsgelände erleben große und kleine Besucher zudem die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804. Sie zeigen die typischen Arbeiten, die im Winter vor 200 Jahren auf einem Hof anfielen: Die Frauen spinnen oder weben Flachs und Wolle, Männer versorgen das Vieh oder reparieren verschiedene Gerätschaften. Ganz wie früher stellen sie Grützwurst am offenen Feuer her und mischen scharfen Senf. In der alten Museumsschmiede führt ein Schmied sei altes Handwerk vor. Kinder können Futterherzchen für Vögel basteln.
Zum Verkosten vor Ort gibt es rote und weiße Grützwurst, Wellfleisch, Schlachtbrühe oder Bratwurst. Wer mag, kann zudem eingemachte Wurst im Glas oder Mettwurst mit nach Hause nehmen. Als fleischlose Alternative oder Ergänzung stehen gedämpfte Kartoffeln mit Kräuterquark bereit. Für den kleinen Hunger eignen sich Schmalzbrote, Kaffee und Kuchen.
Sonntag, 27. Januar, von 11 bis 16 Uhr im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Am Kiekeberg 1) in Ehestorf. Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 9 Euro.

Schlachtfest und Schweine

Die Landbevölkerung hielt Schweine bis in das 20. Jahrhundert hinein als die wichtigsten Schlachttiere. Sie ergaben eine hohe Schlachtausbeute. Das Fleisch wurde gepökelt, geräuchert oder in Sauer eingelegt. Nur an wenigen Tagen im Jahr wurde es frisch genossen, etwa zu den Hausschlachtungen im Winter. Waren die anstrengenden Arbeiten beendet, fand ein Schlachtfest, plattdeutsch „de Slachtköst“, statt.
Im Freilichtmuseum werden bereits seit Jahrzehnten die vom Aussterben bedrohten Bunte Bentheimer Schweine gehalten, wie es um 1900 auf dem Land üblich war. Die Schweine leben artgerecht in dem rund 300 Jahre alten Schweinestall eines Heidebauernhofes. Hier können sie selbst wählen, ob sie im Stall bleiben oder ins Freie wollen, wo sie sich sonnen und suhlen können. Darüber hinaus werden sie, im Gegensatz zu den Schweinen aus Massentierhaltung, über ein Jahr alt. Schlachtfest und Schweine

Darsteller der gelebten Geschichte 1804 stellen wie früher
Grützwurst her Fotos: FLMK
Die Landbevölkerung hielt Schweine bis in das 20. Jahrhundert als wichtige Schlachttiere

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