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Der Krümel-Kreisel von Nenndorf

Ein Aushängeschild für den Ort ist er nicht: Reifenabrieb und bröckelnde Steine am Kreisverkehr in Nenndorf
Der Kreisverkehr in Nenndorf ist nicht zum ersten mal kaputt / Landkreis kündigt Ausbesserung an

as. Nenndorf. Es bröckelt und krümelt in der Nenndorfer Ortsmitte: Während das neue Rathaus gerade fertiggestellt wurde, ist der Kreisverkehr an der Kreuzung Bremer Straße (K85)/Eckeler Straße (K12) in einem bedauernswerten Zustand. Die umfassenden Steine im Inneren und am Rand des Kreisels sind rissig, abgeplatzt und bröckeln vor sich hin. Dabei wurde der rund 700.000 Euro teure Kreisel erst vor knapp vier Jahren fertig gestellt.
Der Kreisel ist im Besitz des Landkreises. Hier ist das Problem bereits bekannt: "Wir wissen, dass es Schäden am Kreisverkehr gibt und sind derzeit mit der Baufirma im Gespräch", sagt Kreissprecher Andres Wulfes. Laut Wulfes handelt es sich um Gewährleistungsschäden, die von der Baufirma Strabag behoben werden müssen.
Ärgerlich: Die Fahrbahnumrandung sorgte von Beginn an für Probleme.
Im August 2013 begannen die Bauarbeiten für den Kreisverkehr. Von den Kosten in Höhe von rund 700.000 Euro übernahm der Landkreis ein Drittel, zwei Drittel steuerte die Gemeinde bei. Im August 2014 wurde der Kreisverkehr zwar für den Verkehr freigegeben, doch bereits einen Monat später war der Kreisel schon kaputt. Auch hier waren es vor allem die Bordsteine, die beschädigt waren. Der Landkreis sah die Baufirma in der Pflicht und verweigerte die Endabnahme des Bauwerks. Nach einer Bauzeit von rund drei Jahren wurde der Kreisverkehrsplatz im April 2015 fertiggestellt. 2017 berichtete das WOCHENBLATT erneut über Schäden an der Umrandung, auch damals sah der Kreis die ausführende Baufirma in der Gewährleistung.
Insbesondere am Inneren des Kreisverkehrs finden sich unzählige Reifenspuren. Ist der Kreisverkehr zu klein oder wird er zu schnell durchfahren? Staut sich der Verkehr auf der Autobahn, wird die K85 durch Nenndorf von langen Lastwagen als Ausweichstrecke genutzt. Auch landwirtschaftliche Maschinen düsen durch den Kreisel. Eine extreme Belastung für die Ziersteine.
Wann der Kreisverkehr ausgebessert wird, das konnte der Kreissprecher nicht sagen. Er kündigte an: "Wir werden verstärkt darauf achten, dass der Kreisverkehr in Ordnung ist."