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Ehestorfer Ortsbürgermeister befürchtet erneuten Pendler-Stau

Ehestorfs Ortsbürgermeister Axel Krones fürchtet, dass die Sperrung der Appelbütteler Straße erneut den Pendler-Verkehr zum Erliegen bringt (Foto: as)
Pipelines unter der Appelbütteler Straße werden überprüft / Sechswöchige Sperrung

as. Ehestorf. Kaum fließt der Verkehr wieder, müssen sich die Ehestorfer auf eine neue Sperrung einstellen: In der Zeit von Donnerstag, 28. Juni, bis voraussichtlich Mittwoch, 8. August, wird die Appelbütteler Straße zwischen dem Kiekeberg-Kreisel und der Kreuzung Appelbütteler Straße / Ehestorfer Weg voll gesperrt. Der Grund: Die Nord-West Kavernengesellschaft (NWKG) kontrolliert die unter der Straße verlaufenden Pipelines in Richtung Hamburg.
"Mit der Baumaßnahme am Radweg hatten wir schon reichlich Ärger. Für die Bürger aus Ehestorf-Alvesen wird nun innerhalb kürzester Zeit wieder eine massive Behinderung im Nahverkehr auftreten. Nicht nur Autofahrer, auch die Nutzer des ÖPNV sind davon betroffen", ärgert sich Ortsbürgermeister Axel Krones. Wie berichtet, hatten im April die Bauarbeiten am Radweg entlang der K74 (Ehestorfer Weg) in Verbindung mit mehreren zeitgleich eingerichteten Baustellen auf der A253, der A7 und der B73 den Verkehr in Ehestorf zum Erliegen gebracht.
"Die Leitungen liegen schon seit etwa 50 Jahren im Boden. Wir können zwar nachmessen, ob alles in Ordnung ist. Bevor die Pipeline mit dem geplanten Kreisverkehr überbaut wird, wollen wir sie lieber nochmal gründlich von innen und außen überprüfen", erklärt Dieter Güttner, Betriebsleiter der Kavernen in Sottorf. Für die Arbeiten seien in Absprache mit dem Landkreis die Sommerferien vorgesehen worden. 45 Meter der insgesamt zwölf Kilometer langen, etwa zwei Meter unter der Erde liegenden Öl- und Soleleitungen werden durchgecheckt. "Dann haben wir auch für die nächsten 50 Jahre Ruhe", so Güttner.
Wer von Ehestorf in den nächsten Wochen nach Harburg fahren möchte, wird über den Kiekeberg-Kreisel nach Vahrendorf und wieder zur K74 (Ehestorfer Straße) umgeleitet, die mittels Ampelschaltung einspurig in beide Richtungen befahren werden kann. Auch aus Richtung Harburg kommend wird der Verkehr über Vahrendorf umgeleitet. Krones befürchtet, dass hier der nächste Stau droht, denn ebenfalls ab 28. Juni wird in Harburg für eine Woche die Bremer Straße zwischen der Anschlussstelle Hohe Straße der A253 und der Friedhofstraße in Richtung stadteinwärts gesperrt. "Da sind Rückstaus bis zu uns doch programmiert", so Krones. Bei Stauungen auf der A7 Richtung Norden werde häufig die Strecke über Ehestorf als Ausweichroute genutzt. "Da nun der Verkehr komplett über Vahrendorf geleitet wird, ist mit starken Beeinträchtigungen auf der gesamten Strecke zu rechnen", ist Krones überzeugt. Zusätzliche Baumaßnahmen auf der Hamburger Seite im Ehestorfer Heuweg sorgten für Staus Richtung Hausbruch (B73), so Krones. "Wie wurden diese Maßnahmen abgesprochen? Wo bleibt denn der Verkehrskoordinator?"
Laut Kreissprecherin Andrea Deutschmann wurden die Arbeiten mit dem Landkreis Harburg, der Koordinierungsstelle Baumaßnahmen Hamburg-Niedersachsen und dem Betreiber der Leitung abgestimmt. Durch die geplanten Umleitungen und Ampelschaltungen sollen die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer bestmöglich minimiert werden, so Deutschmann. U.a. hat hier vor 12 Uhr der Verkehr in Richtung Harburg Vorrang, nach 12 Uhr wird der Verkehr aus Hamburg bevorzugt. Zusätzlich wird die Vorfahrt an der Kreuzung Ehestorfer Straße / Harburger Straße geändert: Während der Baumaßnahmen wird eine abknickende Vorfahrtsstraße in die Ehestorfer Straße eingerichtet.