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Fledermäuse sind hier sehr willkommen

Ein Herz für Fledermäuse: Daniela Ochs aus Appel (Mitte) wurde von den Fledermausbotschafterinnen Sabine Piper (li.) und Chrissie Kokartis für ihr fledermausfreundliches Haus ausgezeichnet (Foto: privat)
Daniela Ochs aus Appel wurde vom NABU ausgezeichnet

as. Appel. "Hier sind Fledermäuse willkommen" steht auf der Plakette, die Daniela Ochs aus Appel jetzt vom NABU verliehen wurde. Denn ihr Carport ist zum Wohnraum für Fledermäuse geworden.
Daniela Ochs fand in ihrem Carport Kotspuren. Sie vermutete zunächst Mäuse als Übeltäter, bis sie eines Abends beobachtete, wie Tiere in den Unterstand flogen. Schnell war klar: Fledermäuse haben im Carport Unterschlupf gesucht.
Die Erbauer hatten in das Carport eine zweite Decke eingezogen, in dem Zwischenraum haben sich jetzt Fledermäuse angesiedelt. Zwischen den Platten befinden sich schmale Ritzen, durch die sich die Tiere zwängen, um zu ihrem Quartier zu gelangen.
Die Fledermausberaterinnen Sabine Piper und Chrissie Kokartis schauten sich vor Ort die Situation an. "In der Tat herrschte dort ein reges Treiben an Fledermäusen", sagt Chrissie Korkatis. "Die Fledermäuse haben es sich dort richtig gemütlich gemacht. Sie haben bei Frau Ochs ihr Sommerquartier gefunden, und, wie es aussieht, auch gleich ihre Winterstube eingerichtet", so Kokartis.
Daniela Ochs hätte das Carport abdichten können, hat sich aber dafür entschlossen, den vom Aussterben bedrohten Fledermäusen Unterschlupf zu gewähren. Für ihr "fledermausfreundliches Haus" wurde ihr jetzt von den Fledermausberaterinnen im Rahmen des NABU Niedersachsen-Projektes „Fledermausbotschafter für Niedersachsen" die limitierte Plakette überreicht. Es ist die erste Auszeichnung dieser Art im Bereich der Fledermausbotschafterinnen. Die Aktion wird von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.
"Es gibt viele Möglichkeiten, ein Haus fledermausfreundlich zu gestalten", so Kokartis.
Bauherren können z.B. bereits bei der Planung Fledermausverstecke oder Einflugöffnungen in Fassaden oder Dächer einfügen. Auch nachträglich lassen sich Einflugmöglichkeiten in Dachböden, ungenützten Kaminen oder alten Kellern schaffen und an Fassaden Verstecke anbringen.
Mehr Infos gibt es beim NABU unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/aktiv-fuer-fledermaeuse/index.html oder bei der Fledermaushotline unter Tel. 030-2849845000.