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Neues Quartier für Bienen, Hummeln und Co.

In manchen Gebieten Deutschlands ist die Zahl der Insekten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Das wollen Jette (11) und ihre Mitschüler nicht hinnehmen, sie bauen deshalb gemeinsam mit den Bewohnern eines Pflegeheims ein Insektenhotel
Nach WOCHENBLATT-Bericht: Senioren und Oberschüler bauen gemeinsam ein Insektenhotel im Pflegeheim Haus Kiekeberg

as. Nenndorf. "Ohne Bienen sterben wir Menschen aus", sagt Jette (11), während sie einen Holzkasten mit Stroh befüllt. "Das Hotel ist für Bienen, Schmetterlinge oder Ohrenkneifer." Die Fünftklässlerin baut gemeinsam mit ihren Klassenkameraden und den Bewohnern des Benevit-Pflegeheims ein Insektenhotel.
Auch Karin Fruntke (75) ist mit vollem Einsatz dabei. Sie trägt Farbe auf das Holzgestell auf. "Wir bemalen das Holz und wählen das Material aus, mit dem es befüllt werden soll", erzählt sie. Die 75-Jährige ist wie viele der Bewohner gern im Garten. "Immer wenn das Wetter gut ist, bin ich draußen." Sie hofft, dass mit dem neuen Insektenhotel mehr Bienen den Garten bevölkern und fleißig die Beete bestäuben, die die Schüler im Frühjahr für die Senioren angelegt haben.
"Wir haben nach Ideen für das Gartenprojekt mit der Oberschule Rosengarten gesucht. Als wir im WOCHENBLATT vom Bienensterben gelesen haben, war klar, dass wir ein Insektenhotel bauen wollen", berichtet Maraike Meyer, Betreuungsleiterin des Pflegeheims. Das Insektenhotel soll in eine ruhige Ecke des Gartens gestellt werden. Mit Stroh gefüllte Tontöpfe und mit Bambusstangen gefüllte Dosen sollen in Bäume gehängt werden und zusätzlichen Wohnraum für Insekten bieten.