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Parkour bald in Ehestorf?

Geht es endlich weiter in Sachen Freizeitanlage? Die Verwaltung präferiert den Bolzplatz neben dem Kinderspielplatz in Ehestorf als Standort (kl. Bild.) Fotos: Open Street Map / msr
 

Standort für die Freizeitanlage für die Norddörfer Thema im Jugendausschuss am 28. August.

as. Nenndorf. Es hat schon etwas von einer Never Ending Story: Nachdem endlich konkrete Pläne für die Freizeitanlage der Norddörfer (Sottorf, Vahrendorf und Ehestorf-Alvesen) vorlagen, wurden auf der dafür vorhergesehenen Fläche neben dem Sportplatz in Vahrendorf zu hohe Bleiwerte im Boden festgestellt - ein neuer Standort musste gesucht werden (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt sieht es so aus, als ob die Geschichte doch noch zu einem Abschluss kommt: Die Verwaltung der Gemeinde Rosengarten hat verschiedene Standorte geprüft und präsentiert im Jugendausschuss am Dienstag, 28. August, um 19 Uhr in Böttchers Gasthaus eine neue Fläche für die Anlage: den Bolz- und Spielplatz in Ehestorf.
Der Bolzplatz liegt an der Ehestorfer Dorfstraße und kann zusätzlich von der Straße "Sniers Achterhoff" erreicht werden. Die Fläche bietet mit 2.546 Quadratmetern genug Platz für die 600 Quadratmeter große Freizeitanlage und einen Bolzplatz.
Ein Vorteil der Fläche ist, dass sie der Gemeinde gehört, was eine schnelle Umsetzung erlaubt. Dass Spielplatz, Bolzplatz und Freizeitanlage dann direkt nebeneinander liegen, und Parcours und Ballsport kombiniert werden, ist laut Vorlage ein weiterer Pluspunkt. Zudem seien die Jugendlichen auf sicheren Fahrradwegen und Nebenstraßen gut angebunden.
Sottorfs Ortsbürgermeisterin Wiebke Diercks ist angetan vom neuen Standort in Ehestorf: "Der Bolzplatz wird ohnehin von den Jugendlichen genutzt, wenn man ihn mit neuen Geräten noch attraktiver machen kann, ist das eine schöne Sache". In Sottorf selbst steht laut Diercks keine geeignete Fläche zur Verfügung. "Der Bolzplatz in Ehestorf ist aber gleich um die Ecke, die Jugendlichen können ihn selbstständig erreichen. Das passt", so Diercks. Sie hofft, dass der Jugendausschuss und Gemeinderat sich schnell einig sind - "damit es endlich mal losgeht!"
Axel Krones, Ortsbürgermeister von Ehestorf-Alvesen, ist nicht ganz so überzeugt: "Ich bin froh, dass es weitergeht - aber nicht an diesem Standort!" Seine Kritik: Die anderen Freizeitanlagen befänden sich abseits von Wohnhäusern. An diesen Standorten könnten die Jugendlichen auch abends mal feiern oder etwas lauter sein. "In Ehestorf soll die Anlage direkt an den Sniers Achterhoff in die Wohnbebauung - das gibt nur Ärger mit den Anwohnern", befürchtet Krones. Laut Krones sei bereits der Bolzplatz nur zu eingeschränkten Zeiten nutzbar gewesen, um die umliegenden Anwohner nicht zu stören. Er spricht sich dafür aus, den ursprünglichen Standort in Vahrendorf noch einmal zu prüfen. "Eventuell muss man dort gar nicht den Boden austauschen, vielleicht reicht eine neue Abdeckung."
Auch Klaus-Wilfried Kienert, Ortsbürgermeister von Vahrendorf, teilt Krones Bedenken hinsichtlich des Standorts. "Wir hätten die Freizeitanlage schon gerne etwas zentraler, in Vahrendorf, gehabt", sagt Kienert. Man habe sich redlich bemüht, einen Alternativen Standort zu finden, der Bolzplatz sei der einzige Ort, der übrig geblieben sei, so Vahrendorfs Ortsbürgermeister. Kienert erhofft sich positive Synergie-effekte: "Vielleicht wird der Bolzplatz mit einer Parkourfläche jetzt besser genutzt, das Konzept ist ja ganz gut."
Hintergrund: Der Bau einer Skateranlage für die Norddörfer (Sottorf, Vahrendorf, Ehestorf-Alvesen) wurde bereits 2013 beschlossen und damals auch schon Geld im Haushalt bereitgestellt. Erst vier Jahre später, 2017, wurden die Planungen wieder aufgenommen. Eine erneute Befragung der Jugendlichen ergab, dass die Skateranlage obsolet war, stattdessen sollte in Vahrendorf neben dem Sportplatz eine Freizeitanlage mit einer Parcours-Fläche, Tischtennisplatte, Basketballkorb und Unterstand sowie einer Rasenfläche für insgesamt 115.000 Euro gebaut werden. Im März dieses Jahres dann die Hiobsbotschaft: Die Bodenproben wiesen stark erhöhte Bleiwerte auf, die den Bau der Anlage auf dieser Fläche unmöglich machten.
• Weiterhin berichten der Präventionsrat und die Offene Jugendarbeit im Jugendausschuss von ihren Projekten.