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Sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfall

Die eingeschweißte Gurke ist das Sinnbild der unsinnigen Plastikverpackung. Laut NABU lassen vor allem verpackte Tomaten, Möhren, Trauben, Kern- und Steinobst das Verpackungsaufkommen ansteigen
(as). Rund sechs Millionen Tonnen Plastikmüll fallen pro Jahr in Deutschland an. Bei den von privaten und gewerblichen Endverbrauchern erzeugten Kunststoffabfällen, mit fünf Millionen Tonnen der Großteil, werden circa drei Millionen Tonnen allein durch Verpackungen verursacht - Tendenz steigend. Haben die Deutschen 1995 noch 19 Kilogramm Kunststoff pro Kopf weggeschmissen, waren es 2015 37,4 Kilogramm.
Unter anderem sind kleinere Portionierungsgrößen, immer mehr vorverpackte frische Ware, aufwändigere Verpackungen und der Anstieg von Außer-Haus-Verzehr laut Naturschutzbund (NABU) die Gründe für den Anstieg. Hauptursache ist jedoch der steigende Verbrauch von Einweg-Kunststoffflaschen.


Einweg statt Mehrweg?

Acht Cent für Bierflaschen, 15 Cent für Mehrwegflaschen aus Glas oder Plastik, 25 Cent für Einwegflaschen aus Plastik: Das Pfandsystem sollte eigentlich einen Anreiz schaffen, die Einwegflaschen zurückzugeben, statt sie einfach in den Müll oder in die Landschaft zu werfen. Das Pfandsystem hat jedoch zu einem massiven Anstieg der Einweg-Flaschen geführt, seit Jahren sinkt der Anteil der Mehrweg-Flaschen. Von 66,3 Prozent an Mehrweg-Flaschen in 2004 ist der Anteil 2015 laut Umweltministerium auf 44,3 Prozent gesunken.
Durch das Pfand scheinen viele Kunden offenbar zu glauben, dass auch Einweg-Flaschen umweltfreundlich sind. Zudem setzen viele Getränkehersteller und Discounter verstärkt auf Einweg-Flaschen, weil das logistisch einfacher ist.
Das Umweltbundesamt rät Verbrauchern dazu, Mehrwegflaschen, am besten aus der Region zu benutzen und ruft dazu auf, auf Einwegflaschen und Dosen zu verzichten.

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