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"So geht man nicht mit uns um"

Verkehrsminister Bernd Althusmann wünscht sich eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Niedersachsen (Foto: archiv/mum)
Sperrung des Ehestorfer Heuwegs: Niedersachsens Verkehrsminister schaltet sich ein

as. Ehestorf. Es tut sich etwas in Sachen Ehestorfer Heuweg: Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann (CDU), hat sich mit Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) in Verbindung gesetzt, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.
Wie berichtet, führt die Stadt Hamburg seit August auf dem Ehestorfer Heuweg bis zur Landesgrenze umfassende Umbauten durch. Dafür wurde die Straße voll gesperrt. Die Baumaßnahme soll, mit einer dreimonatigen Unterbrechung, bis Ende 2019 andauern. Pendler, die weite Umwege in Kauf nehmen müssen und im Stau stehen, Pflegedienste, die ihren Kunden in Rosengarten Verträge kündigen und Ärzte, die nicht zu ihren Patienten kommen - bereits in den ersten Wochen wurde deutlich: Die Sperrung bereitet den Bewohnern Rosengartens und des Landkreises erhebliche Probleme. Kritisiert wird vor allem die mangelnde Information über den Beginn und Umfang der Bauarbeiten und die mangelnde Kompromissbereitschaft der Stadt Hamburg.
"Ich habe höchstes Verständnis für den Ärger der Menschen, die von der Vollsperrung betroffen sind", so Bernd Althusmann. "Auch wir als Verkehrsbehörde sind sauer. So kann man mit Niedersachsen nicht umgehen. Eigentlich müsste so etwas gemeinsam geregelt werden können." Es habe große Schwierigkeiten mit der Kommunikation der Stadt Hamburg mit dem Landkreis Harburg gegeben.
In den Gesprächen habe Hamburg jetzt Entgegenkommen gezeigt, so Althusmann. Er kündigt an: Pflegedienste und Ärzte sollen morgens und abends jeweils für eine Stunde im Konvoi über die Baustelle geleitet werden. So soll die medizinische Versorgung sichergestellt werden. Auch für die Buslinie 340 der KVG wird die Baustelle geöffnet, vier Mal am Tag darf der Bus die Baustelle passieren. Um die Bauarbeiten möglichst kurz zu halten, wird an sechs Tagen pro Woche in zwei Schichten auf der Baustelle gearbeitet. Diese Maßnahmen wurden allerdings bereits auf einer Informationsveranstaltung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LBSG) Hamburg im September angekündigt. "Die Umsetzung muss jetzt so schnell wie möglich erfolgen", so Althusmann.
Der Verkehrsminister hat gute Neuigkeiten, was die geplante Vollsperrung in 2019 angeht: "So wie ich es verstanden habe, wird der Ehestorfer Heuweg 2019 lediglich in den Sommerferien für acht Wochen voll gesperrt." Damit wird die Vollsperrung von geplanten neun auf zwei Monate verkürzt. Über die Baumaßnahme, die im März beginnt, will Hamburg die betroffenen Anwohner im Januar auf einer Veranstaltung informieren.