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Sonderzeiten kosten extra

Die Gebühren für Sonderöffnungszeiten der Kitas werden in Rosengarten zukünftig pauschal berechnet (Foto: Fotolia / Robert Reschke)
Pauschale von 55 Euro pro Monat / Rosengarten kämpft mit den Kosten für die Kita-Beitragsfreiheit

as. Nenndorf. Die Sonderöffnungszeiten der Kindertagesstätten in der Gemeinde Rosengarten werden neu berechnet, das hat der Rat der Gemeinde Rosengarten während seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig beschlossen.
Damit hat der Rat auf die Abschaffung der Kita-Gebühren reagiert, die ab August in Niedersachsen umgesetzt werden soll und die für erhebliche Mehrbelastungen der Gemeinden sorgt. Die Gemeinde Rosengarten rechnet damit, dass durch die Beitragsfreiheit der Elementarstufe im ersten Kitajahr 2018/2019 ein Defizit von etwa 515.000 Euro im Haushalt entsteht. "Wir müssen auf die Beitragsfreiheit reagieren. Es ist immer noch unklar, was letztlich an Entschädigungen vom Land bei uns ankommen wird", sagte Bürgermeister Dirk Seidler im Gemeinderat.
Acht Stunden täglich fallen unter die Beitragsfreiheit, für die restliche Betreuungszeit, also vor 8 Uhr und nach 16 Uhr, darf die Gemeinde weiterhin Gebühren erheben. Statt wie bisher die Kosten für die Sonderzeiten nach dem Einkommen zu berechnen, verlangt die Gemeinde ab dem 1. August eine monatliche Pauschale von 55 Euro von denjenigen, die täglich eine Extrastunde in Anspruch nehmen wollen (27,50 Euro werden für 30 Minuten pro Tag fällig), das hat der Gemeinderat entschieden. Das entspricht dem bisherigen Stunden-Höchstsatz. "Viele Familien haben in der Vergangenheit bereits den Höchstsatz bezahlt. Die Masse wird also keinen Unterschied merken", sagt der Erste Gemeinderat Carsten Peters. Er räumt aber ein, dass es Fälle geben könnte, bei denen die Sonderzeiten zu höheren Kosten als bisher führen. Dabei handelt es sich um Familien mit einem niedrigen Einkommen.
Durch die neuen Gebühren lässt sich laut den vorläufigen Berechnungen der Gemeinde Rosengarten das voraussichtliche Defizit um etwa 110.000 Euro auf rund 400.000 Euro verringern.