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Wohin mit dem Abwasser?

Die Abwasserentsorgung in Langenrehm ist Thema im Gemeinderat (Foto: archiv / as)
Rat der Gemeinde Rosengarten tagt Dienstag / Abwasserentsorgung und Museumsweg auf der Agenda

as. Nenndorf. Diese Gemeinderatssitzung hat es in sich: Unter anderem stehen die im Vorwege kontrovers diskutierte 4. Änderung des B-Plans "Vahrendorf-Nord" und die Abwasserentsorgung in Langenrehm auf der Agenda.
Wie berichtet, sorgte der B-Plan "Vahrendorf-Nord" bereits bei der Aufstellung im vergangenen Jahr für hitzige Diskussionen. Das 0,72 Hektar große Gebiet befindet sich westlich der Straße „Museumsweg“ und südlich der Straße „An der Mühle“. Auf dieser Fläche soll die westliche Baugrenze um zwölf Meter weiter nach Westen verschoben und so das Baufenster vergrößert werden, um „Innenentwicklungspotenziale durch behutsame Nachverdichtung“ zu schaffen. Von Beginn an lehnten einige Anwohner des Museumswegs die Änderung ab. Ihre Kritik: Die Änderung sei überflüssig, Bauwerke in zweiter Reihe seien von der Mehrheit nicht gewünscht. Zudem stelle die Verkleinerung des Pfanzstreifens für ein einzelnes Grundstück eine Ungleichbehandlung dar.
Auch die Anwohner des Privatwegs "An der Mühle" sind von der Änderung betroffen. Ein Teil ihres Privatwegs soll in allgemeines Wohngebiet umgewidmet werden. "Es besteht keine Notwendigkeit, unsere Straße in die Änderung mit einzubeziehen", sagt Anwohnerin Chrissie Kokakis. Sie fürchtet, dass die Umwidmung hohe Kosten für die Anwohner nach ziehen könnte, z.B. wenn die Straße erschlossen wird. Laut Erstem Gemeinderat Carsten Peters will die Gemeinde mit der Umwidmung genau das verhindern. "Auch in der bestehenden Planung ist dieser Teil des Wegs enthalten, allerdings als öffentliche Straßenverkehrsfläche. Um sicherzustellen, dass der Weg ein Privatweg bleibt, wollen wir die Straße in das allgemeine Wohngebiet aufnehmen", sagt Peters.
Ein weiteres Thema, das ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, ist die Abwasserentsorgung der Siedlung Am Hamboken/Am Gannaberg in Langenrehm (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei geht es um die Frage, ob das Abwasser zukünftig zentral über einen Kanalanschluss oder wie bisher dezentral über Kleinkläranlagen entsorgt werden soll - und ob alle, oder nur ein Teil der Anlieger von der Änderung betroffen sind. Bei der jüngsten Umfrage unter den Anliegern hatte sich die Mehrheit für Variante C ausgesprochen, bei der der Großteil an den Kanal angeschlossen wird, die dezentrale Entwässerung im Bereich Talweg/Hinterlieger Am Gannaberg aber beibehalten wird. Der Umweltausschuss hatte anders entschieden und Variante B empfohlen, bei der alle betroffenen Einwohner angeschlossen werden. Auch im Verwaltungsausschuss am Donnerstag wurde das Für und Wider der zentralen und dezentralen Abwasserentsorgung kontrovers diskutiert. Das Ergebnis: das Gremium hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, in den Bereichen Talweg/Gannaberg weiterhin eine dezentrale Entsorgung zu ermöglichen. Jetzt liegt die Entscheidung beim Gemeinderat.
• Weitere Themen sind u.a. die Übertragung eines Grundstücks am Klecker Bahnhof an die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft und die Änderung der Friedhofssatzung.