Altenheim und Hospiz fehlt Schutzmaterial
Corona-Hilferuf aus Rumänien

Bei einer Andachtsfeier im Altenheim: die seit 25 Jahren als Diakonin und Seelsorgerin arbeitende Petra Stöckmann-Kothen
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  • Bei einer Andachtsfeier im Altenheim: die seit 25 Jahren als Diakonin und Seelsorgerin arbeitende Petra Stöckmann-Kothen
  • Foto: Stöckmann-Kothen
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ce. Gödenstorf. Ein Alten- und Pflegeheim, ein Erwachsenen- und ein Kinderhospiz mit insgesamt über 100 Einzelschicksalen im rumänischen Hermannstadt - hier arbeitet seit 25 Jahren die Diakonin Petra Stöckmann-Kothen (55). Ihre Tätigkeit stellt die aus Gödenstorf (Landkreis Harburg) stammende Theologin und die übrigen Mitarbeiter gerade jetzt während der Corona-Krise vor enorme menschliche wie wirtschaftliche Herausforderungen. "Alle drei Häuser brauchen dringend finanzielle Unterstützung, denn durch die Schutzmaßnahmen haben wir große Ausgaben, mit denen wir vor dem Ausbruch der Pandemie nicht rechnen konnten", bittet die Theologin um Spenden.
Seit 1995 ist Petra Stöckmann-Kothen beim Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnis in Hermannstadt angestellt. Dort ist sie schwerpunktmäßig für die Seelsorge im Altenheim zuständig, hält in der Region Gottesdienste und engagiert sich für die Diakonie unter anderem in der Winterhilfe für Bedürftige. Zudem schaut sie regelmäßig in den Hospizen vorbei. "Ich glaube, Gott hat diese Arbeit für mich gedacht. Ich bin immer noch gerne dort", freut sich Stöckmann-Kothen.
Mit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie beschlossen die Einrichtungsleitungen und der Heimarzt in Hermannstadt, die von ihnen Betreuten nicht mehr zusammenkommen zu lassen, von diesen durchgeführte Veranstaltungen vorerst einzustellen und die Stationen zu separieren. Zudem wurden die Altenheim-Bewohner angehalten, auf gemeinsame Spaziergänge zu verzichten. "Es hat sich gelohnt. Bis jetzt ist keiner erkrankt, und auch unser Personal hat sich nicht infiziert", berichtet Petra Stöckmann-Kothen erleichtert. Als Ersatz für Bibelstunden und Gottesdienste, wo man sich bislang traf, schreibt sie aufmunternde Briefe an die Menschen. "Wenn ein Gemeindeglied verstirbt, gibt es einen Brief zur Erinnerung an diesen Mitbewohner statt der üblichen Aussegnungsfeier."
Im Altenheim gibt es derzeit keine Neuzugänge, lediglich in den Hospizen werden weiter Schwerstkranke aufgenommen. "Alle Mitarbeiter sind in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen je eine 14 Tage am Stück in den Einrichtungen arbeitet und lebt, während sich die andere weitmöglichst zuhause isoliert", so Stöckmann-Kothen. Die geltenden Schutzbestimmungen vergleicht die Diakonin mit denen für Krankenstationen, auf denen Infektionskrankheiten behandelt werden. Die erforderlichen Materialien wie Mund-Nase-Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel seien schwer zu beschaffen und zu bezahlen. "Die Preise sind um das Drei- bis Zehnfache gestiegen und der Bedarf ebenfalls um ein Vielfaches zu dem vor der Quarantäne", bringt Stöckmann-Kothen die Notlage auf den Punkt. "Die Schutzmaßnahmen werden voraussichtlich noch bis Ende des Jahres notwendig sein. Es bleibt zu hoffen, dass wir so lange finanziell über die Runden kommen", appelliert Petra Stöckmann-Kothen an die Hilfe der WOCHENBLATT-Leser.
<Aufz>Wer Petra Stöckmann-Kothen unterstützen und Geld für das Alten- und Pflegeheim "Dr. Carl Wolff" inklusive der dazugehörigen Hospize spenden möchte, kann dies über folgende Bankverbindung tun: IBAN RO52 RNCB 0227 0360 5498 0002; BIC RNCBROBU. </Aufz>

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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