Fotodoku über Stadtteil
Hamburg zeichnet Fotograf Robin Hinsch aus

Auf Motivsuche: Fotograf Robin Hinsch
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ce. Garlstorf/Hamburg. "Hier liegen die Geschichten tatsächlich auf der Straße. Man kann das Comeback eines Stadtviertels beobachten." So erklärt der renommierte, international bekannte Fotograf Robin Hinsch aus Hamburg, der aus dem Heideort Garlstorf stammt, wie er auf die Idee zu seinem jüngsten Projekt "Der Mechanismus" kam. Dabei dokumentiert er aus außergewöhnlichen Perspektiven die Entwicklung des Stadtteils Hammerbrook - und wurde dafür jetzt mit dem Georg Koppmann Preis der Hamburger Stadtfotografie ausgezeichnet. Verbunden ist der Preis mit einem Arbeitsstipendium über 8.000 Euro.
Die Auszeichnung wird alljährlich verliehen mit dem Ziel, künstlerisch-dokumentarische Bilderserien über das Stadtbild Hamburgs und dessen aktuelle Veränderungen zu würdigen. Der nach dem Fotografen Georg Koppmann (1842 - 1909) benannte Preis wird vergeben von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der Stiftung Historische Museen Hamburg.
Die Jury begründete ihre Preisvergabe an Robin Hinsch mit dessen herausragendem Blick für das Wesentliche und mit der "hohen atmosphärischen Qualität" seiner Bilder. Er habe tiefgreifende städtische Entwicklungen mit hoher Präzision in seinen Aufnahmen erlebbar gemacht.
"Hammerbrook, das lange Zeit eher ein Schattendasein in der Elbmetropole Hamburg führte, erfährt derzeit als Stadtteil eine finanziell und wirtschaftlich starke Aufwertung", freut sich Hinsch gegenüber dem WOCHENBLATT. Das direkte Nebeneinander von Bürokomplexen, Spielhallen, Rotlichtvierteln, Industrie, Wohnbauten und Kleingartenkolonien mache den "bunten Mix" aus. "Dabei greifen die verschiedensten Interessen aller Beteiligten quasi wie ein Mechanismus ineinander."
Im Herbst will der studierte Fotograf sein dann voraussichtlich etwa 40 Bilder umfassendes Projekt abschließen. Anschließend sind eine Ausstellung im Hamburger Museum für Arbeit und eine Veröffentlichung der Fotos womöglich in Buchform geplant.
Bei seiner Arbeit ist Robin Hinsch an den unterschiedlichsten Schauplätzen im Einsatz - in Konzert-arenen bei Rock- und Popevents ebenso wie im Bürgerkrieg in Syrien. "Die Fotografie gibt mir die Möglichkeit, die Welt zu erkunden. Die Menschen, die ich porträtiere, lassen mich dabei an ihrem Leben teilhaben", bringt er auf den Punkt, worin für ihn der Reiz seines Berufes liegt. "Die Bilder bleiben im Gedächtnis vieler Betrachter und regen sie im besten Fall zum Nachdenken an."
• Mehr Infos zum Fotografen unter www.robinhinsch.com.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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