Naturschutzbehörde startet Projekt am Langenberg
Landkreis Harburg will Insektenparadies bei Wulfsen retten

Bei einer Exkursion auf dem Langenberg: Vertreter der Unteren
Naturschutzbehörde des Landkreises erörterten mit Wulfsens 
Bürgermeister Gerd Müller (li.) und anderen Interessierten
die geplanten Maßnahmen
  • Bei einer Exkursion auf dem Langenberg: Vertreter der Unteren
    Naturschutzbehörde des Landkreises erörterten mit Wulfsens
    Bürgermeister Gerd Müller (li.) und anderen Interessierten
    die geplanten Maßnahmen
  • Foto: Landkreis Harburg
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ce. Wulfsen. Mit einem in Kürze startenden neuen Naturschutzprojekt will der Landkreis Harburg das bedrohte "Insektenparadies" am Langenberg bei Wulfsen retten. Die sonnenverwöhnten Magerrasenflächen und die bunten Blütenmeere auf dem Langenberg sind ein wichtiges Refugium für Schmetterlinge, Bienen, Vögel und Reptilien. Damit das so bleibt, sollen in den nächsten Wochen die Pflegearbeiten beginnen. Das genaue Vorgehen erörterte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises jetzt bei einer gemeinsamen Geländebegehung mit Bürgermeister Gerd Müller und anderen Interessierten.
Die Behörde erinnerte bei der Gelegenheit an die bewegte Geschichte des Langenbergs. Auf der markanten Anhöhe zwischen Wulfsen und Pattensen legten die Menschen schon in der Bronzezeit Grabhügel an. Sechs der auffälligen Erhebungen sind heute noch sichtbar. Fast wäre das Areal vor gut 50 Jahren jedoch verloren gewesen. Nach jahrhundertelanger Nutzung als Heide und Ackerland sollte hier in den 1960er Jahren eine Ferienhaussiedlung entstehen. Die Flächen wurden schon kleinteilig parzelliert und an dutzende Privatpersonen verkauft, die dort ihren Traum vom Wochenendhaus verwirklichen wollten. Der Langenberg hätte damit für immer sein Erscheinungsbild verloren. Diese Planung scheiterte jedoch, wofür zurückblickend wohl die komplexen Eigentumsverhältnisse die Ursache waren. Großflächig intensive Landwirtschaft war nicht mehr möglich, und viele Eigentümer verloren mit den Jahren ihr Interesse an den Flächen.
Die Natur eroberte sich die Anhöhe zurück. Auf den sehr nährstoffarmen Sandböden entwickelte sich der ausgedehnte Magerrasen. Er wurde innerhalb kürzester Zeit ein Paradies für die verschiedensten Insektenarten, Vögel und Reptilien. Mit der Zeit überwucherten Büsche und Bäume die Magerrasenflächen immer stärker, sodass Licht und Luft für Blüten und Insekten rapide abnahmen.
Kurz bevor die letzten Blütenflächen im dichten Gebüsch verschwanden, erklärte die Untere Naturschutzbehörde den Langenberg zum neuen Projektgebiet für den Insektenschutz. Mit einer Förderung des Landes Niedersachsen werden die Magerrasenflächen entkusselt. Das bedeutet aber keinen kompletten Kahlschlag, denn viele der markanten Bäume und Gebüsche werden erhalten. Damit es schon im Frühjahr wieder blüht, starten Mitte dieses Monats die Forstarbeiten, um Lichtungen zu schaffen, damit sich der Magerrasen entwickeln kann. Als tierische Landschaftspflege ist ab 2021 eine Heidschnuckenherde auf dem Langenberg zu bestaunen, die die nachwachsenden Bäume und Büsche dauerhaft "in Schach hält".
Besonders erfreut zeigt sich die Naturschutzbehörde über die vielen positiven Rückmeldungen von Grundeigentümern auf dem Langenberg, die den Natur- und Insektenschutz damit ganz persönlich und heimatnah unterstützen wollen. Der Langenberg bleibt als beliebter Naherholungsraum für die Bürger vor allem aus Wulfsen und Pattensen erhalten. Die Wanderwege bleiben offen, und es werden einige neue Bänke zum Verweilen aufgestellt.
• Alle Bürger, die sich für das Projekt interessieren, können bei der Gemeinde Wulfsen ihre E-Mail-Adresse hinterlegen. Sie werden dann von der Naturschutzbehörde über die Fortschritte der Maßnahmen informiert.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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