Löst Dialog-Display das Tempo-Problem in Vierhöfen?

Mahnung und Lob für die Verkehrsteilnehmer: Nach diesem Prinzip arbeitet das vom Vierhöfener Gemeinderat beantragte Dialog-Display
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Vierhöfen. Um die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer in der Ortsdurchfahrt von Vierhöfen entlang der K37 deutlich zu reduzieren, beschloss der Gemeinderat jetzt mit der Mehrheit der SPD-Fraktion, beim Landkreis Harburg die Einrichtung eines Dialog-Displays zu installieren. Errichtet werden soll das Display an der "Alten Dorfstraße" vor den Bushaltestellen an der Einmündung zur "Lange Heide". Die Gemeinde verspricht sich davon eine Verbesserung der Gefahrensituation für Schüler, Fußgänger und Radfahrer. Der Rat schätzt die Kosten hierfür auf rund 9.000 Euro.
"Über Langzeitstudien wurden dauerhafte Effekte in puncto Geschwindigkeitsverringerung nachgewiesen, die den schwächeren Verkehrsteilnehmern - eben Schülern, Fußgängern und Radlern - zugute kommen", nennt Bürgermeister Eberhard Leopold einen Vorzug des Dialog-Displays. Die Kosten erschienen sehr hoch, seien aber gerechtfertigt, weil es um die Sicherheit gehe. Bei dem Dialog-System handelt es sich um eine Geschwindigkeitsmessanlage, die mit den Auto- und Motorradfahrern "kommuniziert". Auf dem großen Display wird rund 80 Meter vor den Bushaltestellen ein Schüler gezeigt, der nach dem Prinzip von Lob und Tadel bei zu hoher Geschwindigkeit in roten Buchstaben "Langsam!" mahnt. Bei angepasstem Tempo erscheint auf dem Display ein grünes "Danke!". Langzeitstudien hätten bewiesen - so Eberhard Leopold - , dass das Prinzip erfolgreich sei, weil es die Menschen mehr anspreche als herkömmliche Anzeigen.
Ein weiterer Sicherheitsaspekt für die Gemeinde ist laut Leopold, dass das System möglich macht, permanent die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge im Ort statistisch zu erfassen. Damit könne die Kommune umgehend auf kritische Entwicklungen reagieren.
Neben dem Dialog-Display fordert die Gemeinde in ihrem Antrag an den Landkreis, die Bushaltestellen durch entsprechende Fahrbahnmarkierungen deutlicher kenntlich zu machen. Zudem wünschen sich die Vierhöfener die Einrichtung von zwei Zebrastreifen vor den Bushaltestellen, denn in diesem Bereich gebe es bislang keine gesicherten Straßenquerungen.

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