"Protestkette gegen Y-Trasse schließt sich": Neues "Bürgerbündnis Nordheide gegen Eisenbahn-Neubautrassen"

Das Logo des Bürgerbündnisses

ce. Landkreis. "Die Protestkette gegen die von der Bahn geplanten Hochgeschwindigkeitstrassen durch unsere Gemeinden schließt sich." Das sagt Eberhard Leopold aus Vierhöfen, Vorsitzender des neu gegründeten "Bürgerbündnisses Nordheide gegen Eisenbahn-Neubautrassen". Darin haben sich Mitglieder von Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften aus Ashausen, Scharmbeck, Pattensen, Wulfsen, Roydorf, Luhdorf, Bahlburg, Vierhöfen, Salzhausen, Luhmühlen, Raven, Putensen, Südergellersen, Betzendorf und Barnstedt zusammengeschlossen. Auf dem Logo des Bündnisses prangt das "Protestkreuz" - eine Schiene, die symbolisch mit einem roten Balken gesperrt ist.
"Bei den Planungen der Y-Trasse und ihrer Varianten durch die Bahn befürchten die Menschen eine kilometerlange Verlärmung ihres Lebensumfeldes. Teilweise führen die Gleise nur 350 Meter an den Dörfern vorbei", so Eberhard Leopold. Die Landschaft würde zerstückelt mit verheerenden Folgen für die Naturschutzgebiete. Durch Gleiskörper und Lärmschutzwände würden viele betroffene Kommunen quasi geteilt. Hinzu käme eine starke Entwertung der Immobilien und der Verlust von Ackerland.
Vor diesem Hintergrund fordert das Bürgerbündnis von der Bahn transparente und objektive Zahlen zur Untermauerung der Behauptung, es gäbe für die Neubaustrecken einen Bedarf. "Ferner fordern wir, dass der von der Bahn zugesagte 'Bürgerdialog' nicht weiter hinausgezögert wird. Wir müssen endlich zu Wort kommen!", appelliert Leopold. Der Vorstand des Bündnisses beschloss darüber hinaus, ein Strategiepapier für den weiteren Widerstand, ein Konzept für die Zusammenarbeit mit Gemeinderäten, Landkreisen, Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie die Grundzüge eines Alternativkonzeptes zu erarbeiten.

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