Zukunft der Vierhöfener Luhebrücke bleibt vorerst offen
"Gemeinsam Gas geben für Lösung"

Ist offiziell gesperrt: die Luhebrücke in Vierhöfen
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ce. Vierhöfen. "Aus dieser Diskussion lernen wir, dass wir mehr miteinander reden und gemeinsam Gas geben müssen, um zu einer guten Lösung zu kommen!" Mit diesen Worten brachte der Vierhöfener Ratsherr Sören Wohler (CDU) die Quintessenz der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf den Punkt. Beherrschendes Thema war einmal mehr die Debatte um die nach wie vor gesperrte Luhebrücke im Bereich Weddermöde, die Vierhöfen und Salzhausen miteinander verbindet.
Wie das WOCHENBLATT bereits mehrfach berichtete, hatte die Gemeinde die Brücke über Nacht sperren müssen, nachdem Statikern erhebliche Mängel am Bauwerk aufgefallen waren. Da sich CDU-Ratsherr und Brücken-Anwohner Willi Helmke durch die Gemeinde überrumpelt fühlte, kündigte er an, ihr das 2008 an sie abgetretene Wegerecht wieder zu entziehen und die Brücke für einen symbolischen Euro wieder zurückzunehmen. Dann würde die Querung nach Helmkes Willen für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch für Anlieger offen sein.
"Da das Wegerecht beurkundet ist, lässt die Gemeinde momentan mögliche rechtliche Konsequenzen prüfen, falls die inzwischen schadhafte Brücke wieder an Willi Helmke zurückgeht", erklärte Bürgermeister Mortimer Schmiedebach (SPD) jetzt in der Ratssitzung zum Sachstand. Eine Rückgabe hätte womöglich auch eine "Abtrennung" des zu Vierhöfen gehörenden Gutes Schnede vom übrigen Dorf zur Folge, da beides derzeit durch die Brücke verbunden ist. Vor diesem Hintergrund betonte Schmiedebach: "Gut Schnede und Vierhöfen gehören zusammen, und deshalb brauchen wir eine gemeinschaftliche Lösung!"
Als eine eventuelle Alternative zur Rückgabe der Querung an Helmke führte der Bürgermeister erneut eine Sanierung der Brücke für rund 50.000 Euro an, so dass sie mit bis zu drei Tonnen schweren Fahrzeugen wieder passiert werden könnte. Dieser Vorschlag fand jedoch wenig Anklang, da die Brücke dann nicht mehr von weitaus schwereren landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Feuerwehren und Rettungswagen genutzt werden könnte.
Für den Fall, dass die Brücke - in welchem Umfang auch immer - erneuert und für die Bauarbeiten ganz gesperrt werden muss, hat die Gemeinde unterdessen schon vorgebeugt: Sie holte auf Anregung von Klaus Ziegenhagen, der auf Gut Schnede lebt, ein Angebot für eine Leihbrücke ein. Diese würde im wahrsten Wortsinn als Übergangslösung direkt neben der baufälligen Brücke errichtet. "Wir sind bei diesem Thema nach allen Richtungen hin gesprächsbereit", betonte Mortimer Schmiedebach schließlich.

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