Drogendealer in Haft
60 Kilo Haschisch und Kokain im Auto

So waren die Drogen in dem Pkw versteckt
  • So waren die Drogen in dem Pkw versteckt
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Seevetal. Erfolg für die Drogenfahnder: In Schmuggelverstecken in einem Mercedes-Benz GLK wurden über 60 Kilogramm Haschisch aufgefunden. Zwei Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft.

Das Drogendezernat (LKA 62) der Hamburger Polizei ermittelte seit August dieses Jahres gegen einen 28-jährigen Albaner aus Seevetal, der im Verdacht stand, mit Kokain in nicht geringen Mengen zu handeln. Auch dessen Ehefrau, eine 61-jährige Deutsche, rückte als Mittäterin in den Fokus der Ermittler.

Durch die umfangreichen Ermittlungen wurde dann bekannt, dass der 28-Jährige im Verlauf des September nach Malaga reiste. Dort übernahm er einen Mercedes-Benz GLK, den ein weiterer mutmaßlicher Mittäter, ein 31-jähriger Albaner, von Seevetal dorthin gefahren hatte. Letztlich reiste auch seine Ehefrau nach Malaga. Dort brach sie am 26. September mit dem GLK zur Rückfahrt nach Deutschland auf. Die Ermittler gingen davon aus, dass sich in dem Pkw Betäubungsmittel befanden.

Am Folgetag nahmen Beamte des französischen Zolls die Frau vorläufig fest. In dem GLK fanden sie tatsächlich ein magnetisch gesichertes Schmuggelversteck in der Rückbank sowie zwei Verstecke im Fahrzeugboden. In diesen Verstecken fanden die Beamten insgesamt 63 Kilogramm Haschisch und rund zwei Kilogramm Kokain. Die Frau wurde in Frankreich einem Haftrichter zugeführt, das Fahrzeug samt Betäubungsmitteln wurde dort sichergestellt.

Nach diesem Zugriff durchsuchten die Ermittler die Wohnanschriften der beiden Hauptverdächtigen in Seevetal und Hamburg sowie ein Büro in Hamburg. Hierbei stellten sie neben 2.000 Euro Bargeld, diversen Verpackungsutensilien und geringen Mengen Marihuana auch schriftliche Unterlagen als mögliche Beweismittel sicher.

Nachdem der Hauptverdächtige am 28. September über den Flughafen Hamburg wieder eingereist war, nahmen Beamte des Polizeikommissariats Seevetal ihn an seiner Wohnanschrift vorläufig fest. Bei ihm fanden sie drei Mobiltelefone, darunter ein sogenanntes Cryptohandy, sowie knapp 10.000 Euro mutmaßliches Dealgeld.

Der 28-Jährige war durch den mutmaßlichen Mittäter und seine trotz bestehender Ehe offenbar neu verlobte Partnerin, eine 26-jährige Albanerin, am Flughafen abgeholt worden. Auch diese beiden nahmen die Beamten in Seevetal zunächst vorläufig fest. Bei ihnen fanden sie unter anderem insgesamt über 11.000 Euro mutmaßliches Dealgeld.

Nach weiteren Wohnungsdurchsuchungen in Hamburg sowie erkennungsdienstlichen Maßnahmen führten die Ermittler den Hauptverdächtigen einem Haftrichter zu.

Seine mutmaßliche Verlobte und der weitere mutmaßliche Mittäter wurden später mangels dringendem Tatverdacht wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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