Der Freispruch ist rechtskräftig

Landgericht verwirft Revision im Verfahren gegen mutmaßlichen Komaschläger

thl. Lüneburg/Seevetal. Der Freispruch gegen den mutmaßlichen Komaschläger von Meckelfeld ist rechtskräftig. Das Landgericht Lüneburg hat jetzt die Revision des Opfers als unzulässig verworfen. Begründung: Es seien innerhalb der gesetzlichen Frist weder eine Revisionsbegründung noch weitere Anträge eingegangen. Das teilt Dr. Gerhard Strate, der Verteidiger des Angeklagten, mit.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, musste sich ein heute 35-Jähriger aus Seevetaler vor dem Landgericht wegen schwerer Körperverletzung verantworten, weil er im Rahmen des Meckelfelder Dorffestes im August 2015 einen Polizisten ins Koma geprügelt haben soll, als dieser vor einer Kneipe einen Streit schlichten wollte.
In erster Instanz war der Angeklagte zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Im Berufungsverfahren wurde die Strafe auf drei Jahre und sechs Monate reduziert. Allerdings hatte das Oberlandesgericht dieses Urteil wegen Rechtsfehlern kassiert und an eine andere Kammer am Lüneburger Landgericht zurückgewiesen. Deswegen wurde das Verfahren im August 2019 zum dritten Mal aufgerollt. Weil der Hauptbelastungszeuge plötzlich Erinnerungslücken hatte, endete dieser Prozess mit einem Freispruch.
Zwar legte das Opfer, das sein Leben lang unter den Folgen des Angriffs zu leiden hat, noch Revision ein, doch offenbar hat der Beamte jetzt (verständlicherweise) resigniert. Somit endet nach mehr als vier Jahren ein Prozess, der lange in Erinnerung bleiben wird. Dass ein Mensch nach zwei eindeutigen Schuldsprüchen plötzlich freigesprochen wird, dürfte nahezu einmalig sein.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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