Verein Wassermühle Karoxbostel
2,5 Hektar großer Mitmach-Garten entsteht voraussichtlich ab Juli

Die Vereinsvorsitzende Emily Weede (v. li.) zeigt den Seevetaler Politikern Andreas Rakowski, Veronlka Schwarz, Irmelin Schütze,  Frank Schmirek und Charly Nobis das Gelände gegenüber der Wassermühle, auf dem der Kultur- und Mitmachgarten entstehen wird
  • Die Vereinsvorsitzende Emily Weede (v. li.) zeigt den Seevetaler Politikern Andreas Rakowski, Veronlka Schwarz, Irmelin Schütze, Frank Schmirek und Charly Nobis das Gelände gegenüber der Wassermühle, auf dem der Kultur- und Mitmachgarten entstehen wird
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Verein Wassermühle Karoxbostel will Menschen Naturerfahrungen ermöglichen / Investition von mehr als 280.000 Euro ts. Karoxbostel. Zusehen, wie Erbsen wachsen. Die Sinne schärfen. Alte Handwerkstechniken erlernen und anwenden. Der Verein Wassermühle Karoxbostel will das alte Gartenland der Mühle reaktivieren und in Etappen bis Ende 2020 einen 2,5 Hektar großen Kultur- und Mitmachgarten errichten. "Die Arbeiten werden voraussichtlich im Juli beginnen", sagt die Vereinsvorsitzende Emily Weede.
Die Gemeinde Seevetal unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 21.066 Euro. Das hat der Planungsausschuss des Gemeinderats einstimmig empfohlen. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf mehr als 286.000 Euro. Die EU fördert das Projekt mit 100.000 Euro, der Bund hat über das Förderprogramm "Landkultur - kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen" einen Zuschuss von 95.000 Euro bewilligt. Die übrige Finanzierung stellen der Mühlenverein und die Niedersächsische Bingo Umwelt-Stiftung sicher.
Das Geld wird für Maschinen und Anbaugeräte zur Bewirtschaftung und Pflege des Gartens sowie für den Wegebau benötigt. Der Verein wird zudem Künstler beauftragen, Spielgeräte zu bauen. Vorgesehen ist, dass ehrenamtliche Helfer des mehr als 1.200 Mitglieder starken Vereins Obstbäume und Gehölze selbst anpflanzen.
Der Kultur- und Mitmachgarten soll Einheimischen und Besuchern, Kindern und Erwachsenen, Menschen mit und ohne Behinderung die Gelegenheit bieten, Naturerfahrungen in der für die Region typischen Kulturlandschaft zu machen. Denn das Wissen über Produktionsweisen in der bäuerlichen Landwirtschaft ginge in der Bevölkerung, nicht nur in den Städten, zunehmend verloren, argumentiert der Mühlenverein. Vielen Menschen sei Gemüse nur noch aus dem Supermarkt bekannt und sie wüssten nicht, wie die Pflanzen überhaupt aussähen.
Sieben Pfeiler stützen das Nutzungskonzept: ein Nutzgarten mit Schaubeeten, kleine naturnahen Lebensräume, spielerische Angebote, ein Sinnes-Parcours, ein Infosystem, Anregungen für den eigenen Garten sowie die Vermittlung alter Handwerkstechniken.
Der Mühlenverein möchte, dass Schulklassen den Mitmach-Garten besuchen, ihre Gartenparzellen pflegen, Pflanzen anbauen und ernten.
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer werden Besuchern das Gartengelände zeigen und erklären. Besucher werden mit Hilfe von Audio-Guides die Möglichkeit haben, den Garten auf eigene Faust zu entdecken. Über Kopfhörer hören sie zum Beispiel den Gesang der in der Region typischen Vogelarten. Eine Zusammenarbeit mit den Behinderteneinrichtungen Haus Huckfeld in Hittfeld und den Elbewerkstätten in Harburg ist vorgesehen.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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