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Gegenwind für Gasunie: Ramelsloher Grüne wollen Gasverdichterstation verhindern

Der Entwurf für die Gasverdichterstation in Brackel
  • Der Entwurf für die Gasverdichterstation in Brackel
  • Foto: Gasunie
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kb. Ramelsloh. Ein klares Nein zur geplanten Gasverdichteranlage in Brackel kommt jetzt von der Grünen-Fraktion im Ortsrat Ramelsloh/Ohlendorf. Wie mehrfach berichtet, plant das Unternehmen Gasunie 187,5 Millionen Euro in eine Gasverdichteranlage bei Brackel zu investieren - nahe der A7 unweit der Abfahrt Thieshope und der Gemeindegrenze zu Seevetal. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2020 geplant. Das wollen die Grünen verhindern. Sie beantragen, dass der Ortsrat sich gegen den Bau der Anlage aussprechen und den Landkreis auffordern soll, die Genehmigung für den Bau zu verweigern.
Die Begründung der Grünen: Die Gasverdichteranlage, deren Sinn es ist, die Transportkapazität der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) zu erhöhen, soll in der Erwartung gebaut werden, dass die Ostseepipeline Nord Stream 2 die zukünftig benötigten Erdgasmengen für Deutschland und Europa zur Verfügung stellt. Doch ob Nord Stream 2 gebaut wird steht derzeit in den Sternen. Das EU-Parlament hat in einer Resolution den Baustopp für die Ostseepipeline gefordert, da diese den "europäischen Interessen" widerspreche. Laut EU-Parlament könnte Nord Stream 2 kontraproduktive Auswirkungen auf die Energiesicherheit, die Ausweitung bei den Wahlmöglichkeit der Versorgungsquellen und die Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten haben.
"Vor dem Hintergrund, dass Nord Stream 2 nicht gebaut wird, wäre eine Kapazitätserweiterung der NEL unsinnig und damit eine Gasverdicherstation überflüssig", so Dr. Lars Teschke, Fraktionsvorsitzender der Grünen.
Wie Gasunie-Sprecher Dr. Philipp von Bergmann-Korn, auf Nachfrage mitteilt, hält das Unternehmen trotz der Unsicherheit über die Entscheidung in Brüssel über Nord Stream 2 am Zeitplan für die Gasverdichterstation fest. "Die Entscheidung für den Bau erfolgt nach marktorientierten und wirtschaftlichen Kriterien. Gasunie ist als Betreiber einer Infrastruktur, die für die sichere Versorgung mit Energie verantwortlich ist, verpflichtet, ihr Netz bedarfsgerecht auszubauen", so von Bergmann-Korn. Laut seiner Aussage könnte der Bau einer Erdgasverdichterstation auf der NEL unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen auch ohne Nord Stream 2 notwendig werden.
Grundsätzlich sieht der Gasunie-Sprecher in Nord Stream 2 vor allem Vorteile im Hinblick auf Energiepreise und Versorgungssicherheit sowohl für den deutschen Markt, die Endkunden, aber auch für die angrenzenden europäischen Märkte. "Politisch ist das Projekt allerdings umstritten, da dessen Vorteile nicht allen Mitgliedsstaaten der EU zugute kommen", so von Bergmann-Korn. Schon jetzt würden Erdgasimporte aus Russland eine wichtige Rolle spielen. "Dies wird auch in Zukunft vor dem Hintergrund einer signifikant rückläufigen nationalen Erdgasproduktion sowie den stark sinkenden Importen aus den Niederlanden so bleiben", ist der Unternehmenssprecher sicher.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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