Historisches Maschen entdecken: Der Hallonen-Rundweg ist fertig

Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn (2. v. li.) mit den Arbeitskreis-Mitgliedern (v. li.) Eckhart Schütt, Ingrid Ahlers-Karlsson, Matthias Clausen und Uta Renken-Ott
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  • Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn (2. v. li.) mit den Arbeitskreis-Mitgliedern (v. li.) Eckhart Schütt, Ingrid Ahlers-Karlsson, Matthias Clausen und Uta Renken-Ott
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kb. Maschen. Alles begann mit einer Frage: „Ich wollte wissen, was es mit den Hügelgräbern auf den Hallonen in Maschen auf sich hat und niemand konnte mir etwas erzählen“, erinnert sich Ingrid Ahlers-Karlsson, die damals noch Mitglied im Ortsrat Maschen war. Gemeinsam mit ihrem CDU-Kollegen Eckhart Schütt beschloss sie, diese und andere Wissenslücken zu schließen. Ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis wurde gegründet - mit dem Ziel einen Rundweg mit mehreren Stationen einzurichten, an denen man Spannendes und Wissenswertes über Maschen und Umgebung erfahren kann. Jetzt ist der „Hallonen-Rundweg“ fertig. Die letzten drei von insgesamt 16 Informationstafeln wurden in dieser Woche an ihren Bestimmungsorten aufgestellt.
„Wenn man uns am Anfang gesagt hätte, dass wir drei Jahre brauchen, bis alles steht, hätte ich nur mit dem Kopf geschüttelt“, sagt Ingrid Ahlers-Karlsson. Aber die Auswahl der Standorte, die Recherche in Archiven, das Sammeln von Fotos, die Suche nach Sponsoren, das Schreiben der Texte und die Erstellung eines Layouts brauchte seine Zeit. Fast 30 Mal traf sich der Arbeitskreis, zu dem neben Ahlers-Karlsson und Eckhart Schütt auch Matthias Clausen, Uta Renken-Ott und Werner Zimmer gehören. Unterstützt wurde das Team von Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn.
Die 16 Stationen des Hallonen-Rundwegs ziehen sich vom Maschener Ortskern bis nach Horst und zum Hof Freschenhausen. Historische Hofstellen und alte Gebäude werden ebenso thematisiert wie die alten Postwege und das Maschener Moor. Nicht fehlen dürfen natürlich - schließlich lag hier auch der Ursprung der Idee - die Hügelgräber auf den Hallonen. Auf den Infotafeln, die so angebracht sind, dass auch Rollstuhlfahrer sie gut lesen können, finden sich neben informativen Texten auch historische Ansichten und teilweise Karten. „Den Menschen soll Spaß an Geschichte vermittelt werden und für einen entspannten Spaziergang sind die Tafeln ideale Zwischenstopps - so hat man immer ein schönes Ziel“, sagt Angelika Tumuschat-Bruhn, für die der Rundweg ein großartiges Geschenk an den Ort darstellt.
Kaum fertig mit dem ersten großen Projekt, schielen die Organisatoren des Rundweges bereits nach neuen Taten. „Wir haben den Weg extra nicht als festgeschriebene Rundstrecke angelegt, damit wir weitere Stationen hinzufügen können“, sagt Matthias Clausen. Und der Arbeitskreis hat gleich für andere Ortsratsbereiche mitgedacht. „Das Layout der Info-Tafeln lehnt sich in Farbe und Gestaltung an den Auftritt der Gemeindeverwaltung an und kann von ‚Nachahmern‘ gerne übernommen werden“, erklärt Clausen, der hofft, dass die Maschener Begeisterung für Historisches auch auf andere Seevetaler Orte überschwappt.
Wer sich auf den insgesamt rund 16 Kilometer langen Hallonen-Rundweg begeben will, findet alle Informationen auf www.hallonen-rundweg.de. Flyer samt Karte und Kurzbeschreibung aller Stationen liegen u.a. in den Ortserwaltungen, der Tourist-Info Winsen, am Freilichtmuseum am Kiekeberg, an der Wassermühle Karoxbostel und bei einigen Einzelhändlern aus. Außerdem sollen Exemplare an den Schulen verteilt werden.

Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn (2. v. li.) mit den Arbeitskreis-Mitgliedern (v. li.) Eckhart Schütt, Ingrid Ahlers-Karlsson, Matthias Clausen und Uta Renken-Ott
Eine der Tafeln
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Katja Bendig aus Seevetal

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