"Ich habe mich selbst angezeigt" - Die Story hinter der Cannabis-Story von Frl. Menke

Weil es Streit um diesen Sichtschutzzaun gegeben haben soll, drohten Familie und Nachbarn Franziska Menke mit einer Strafanzeige wegen Drogenkonsums
  • Weil es Streit um diesen Sichtschutzzaun gegeben haben soll, drohten Familie und Nachbarn Franziska Menke mit einer Strafanzeige wegen Drogenkonsums
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Maschen. "Dass ich auf meinen Führerschein verzichten und 500 Euro Bußgeld wegen Cannabis-Konsum zahlen musste, beruht auf eine Selbstanzeige, die ich im Juli 2012 gestellt habe, um meinen Widersachern zuvor zukommen", sagt Franziska Menke (54) aus Maschen. Die als Frl. Menke ("Hohe Berge", "Tretboot in Seenot") zur Zeit der Neuen Deutschen Welle in den 1980er Jahren bekannt gewordene Sängerin reagiert damit auf einen WOCHENBLATT-Bericht vom vergangenen Samstag.
Die Story hinter der Story! "In der Vergangenheit gab es immer zu wieder Streitigkeiten mit meiner Mutter Karin, meinem Bruder Alexander, meiner Schwägerin Imke und einigen Nachbarn, weil ich auf meinem Grundstück Randbepflanzungen vorgenommen und einen Sichtschutzzaun errichtet hatte", erzählt Franziska Menke. Zu dieser Zeit habe sie Cannabis in kleinen Mengen konsumiert. Das hätten sowohl ihre Familie als auch ihre Nachbarn gewusst und mehrfach gedroht, die Sängerin anzuzeigen. "Weil die mir persönlich schaden wollten, bin ich schließlich zur Polizei gefahren und habe dort Selbstanzeige erstattet. Ich gab an, einen Joint geraucht zu haben und dann mit dem Auto zur Polizei gefahren zu sein", so Menke. Daraufhin sei ihr der Führerschein für ein Jahr entzogen worden. Auch wenn ein forensisches Gutachten Werte ergeben habe, bei denen man von einem "gelegentlichen Konsum" von Cannabis ausgehen müsse.
"Ich habe zwölf Monate freiwillig auf meine Fahrerlaubnis verzichtet und auch die MPU vom Landkreis gemacht. Dort erzielte ich eine positive Bewertung und bekam meinen Führerschein im Juni 2013 zurück", so die Sängerin weiter. Lediglich die auferlegte Geldbuße von 500 Euro sei ihr zu hoch erschienen, deswegen habe sie Widerspruch eingelegt, der jetzt vor Gericht verhandelt werden sollte. "Ich hatte gedacht, bei der Strafzumessung verhält es sich wie bei Steuersündern, die bei Selbstanzeige billiger davonkommen. Aber das war falsch gedacht. Deshalb zog ich den Einspruch zurück und werde jetzt die 500 Euro zahlen", verspricht Franziska Menke, die nach eigenen Angaben seit 24 Jahren unfallfrei fährt, bei einer Kilometerleistung von rund 40.000 pro Jahr. "Auch die vier Punkte in Flensburg, die ich dafür bekommen habe, sind meine ersten", so die Sängerin.

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