Kleine Hündin "Mocha": Erst Tötungsstation entronnen, jetzt vergiftet

"Mocha" macht künftig vermutlich einen großen Bogen um Hackbällchen
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kb. Hittfeld. Dieser kleinen Hündin spielt das Schicksal übel mit: Vor einigen Jahren landete Shih-Tzu "Mocha" in erbärmlichen Zustand in einer Tötungsstation in den USA und kam nur knapp mit dem Leben davon. Jetzt wurde die Hündin durch das skrupellose Verhalten eines Hundehasser fast umgebracht, weil sie einen der vergifteten Hundeköder, die vergangene Woche in Hittfeld gefunden wurden (das WOCHENBLATT berichtete), gefressen hat. "Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so etwas tun kann", sagt Besitzerin Ellen Kock, bei der Mocha vor zweieinhalb Jahren ein liebevollen Zuhause fand.
Was war passiert? Wie jede Woche brachte Ellen Kock die kleine Hündin am vergangenen Donnerstag zu ihrer Mutter. Sie passt auf Mocha auf, während Frauchen bei der Arbeit ist. Beim Gassi gehen mit Waltraut Kock wurde Mocha dann ihre Neugier zum Verhängnis. "Wir waren schon auf dem Rückweg nach Hause, als ich sah, wie der Hund etwas Braunes aufnahm und das auch zu mir brachte", berichtet die Hittfelderin. Doch bevor die Rentnerin das Fundstück aus dem Maul der Hündin entfernen konnte, hatte Mocha ihre "Beute" schon heruntergeschluckt. "Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht, ich nahm an, dass es sich um ein Stück Kastanie handelt, weil es so ähnlich aussah", erzählt Waltraud Kock weiter.
Etwa zwei Stunden später war klar, dass etwas nicht stimmt. "Mocha fiepte und bellte ganz erbärmlich, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, kippte immer zur Seite weg. Es war schrecklich", erinnert sich die Seniorin. In ihrer Verzweiflung verständigte sie ihre Tochter, die entschied, dass der Hund zum Tierarzt muss. Von dort schickte man Mocha sofort in die Tierklinik nach Lüneburg.
Wie sich herausstellte, hatte Mocha ein mit Tabletten präpariertes Hackbällchen gefressen. Bei der Absuche durch die Polizei im Bereich der Grünanlage Reetwiesen in Hittfeld wurden weitere der Giftköder gefunden. "Ich bin fassungslos, wie kann man so etwas nur tun?", fragt sich Waltraud Kock. "Den Weg, auf dem wir unterwegs waren, nutzen sehr viele Kindergarten- und Schulkinder. Nicht auszudenken, wenn ein Kind so ein Hackbällchen findet und isst."
Inzwischen geht es Mocha zum Glück wieder gut, bereits am Freitag konnte sie die Tierklinik verlassen. Welchen Wirkstoff die Tabletten hatten, die in den Giftködern gefunden wurden, wird laut Polizei erste Ende dieser Woche feststehen. Hinweise an die Polizei in Hittfeld unter Tel. 04105 - 6200.

"Mocha" macht künftig vermutlich einen großen Bogen um Hackbällchen
Waltraud Kock ist froh, dass es der kleinen Hündin wieder besser geht
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Katja Bendig aus Seevetal

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